Zweiwöchiger Streik

390 steirische Belegärzte steigen auf die Barrikaden

Steiermark
20.05.2011 06:26
Die steirischen Belegärzte - also die in Sanatorien tätigen Mediziner - steigen nun auf die Barrikaden! Weil sie keinerlei Einfluss auf Tarife und Leistungskonditionen haben, treten sie in den Streik: Von 3. bis 17. Juni werden keine Patienten in die Sanatorien geschickt. Ziel ist es, in Verhandlungen eingebunden zu werden.

"Keine Berufsgruppe lässt es sich gefallen, dass sie ihre eigenen Angelegenheiten auch im Sinne ihrer Patienten nicht verhandeln darf", betont Gerhard Leitinger, Facharzt für Dermatologie und Vorsitzender des Sanatoriumsausschusses, im Gespräch mit der "Steirerkrone". Schließlich entscheiden aktuell ausschließlich Versicherungen und Sanatorien über Behandlungen und Tarife. 

"Es geht uns nicht ums Geld"
Das treibt die steirischen Mediziner jetzt auf die Barrikaden: Vom 3. bis zum 17. Juni werden die Sanatorien nicht belegt, außer in Notfällen und bei Geburten. 390 Belegärzte beteiligen sich am Streik, gut 700 Patienten werden weder operiert noch untersucht. "Es geht uns nicht ums Geld - wird wollen nur gleichberechtigte Partner sein", sagt Leitinger, der weitere Aktionen im Herbst nicht ausschließt. 

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