Fr, 14. Dezember 2018

Tat unter Narkose

19.05.2011 10:12

Mutmaßlicher Vergewaltiger freigesprochen

Der Angeklagte soll sein Opfer laut Anklageschrift zuerst betäubt und dann brutal vergewaltigt haben. Eine grausame Vorstellung. Im Visier hatte er dabei eine Nachbarin, die psychisch und physisch schwer krank ist und alleine lebt. Die Frau niege zudem zur Soziophobie. Sie erstattete Anzeige, doch der Richter sah zu viele Widersprüche.

Sie geht nicht gerne vor die Türe, redet nicht viel mit Menschen. Einziger Freund in ihrem Leben ist ihr Tagebuch. Diesen freundlichen Buchseiten vertraut sie jedes Geheimnis an. "Ich wurde mein Leben lang missbraucht", schilderte sie vor Gericht. Die Mutter starb an einer unheilbaren Erbkrankheit, auch die Tochter leidet daran. Den Vater sieht sie nicht mehr.

Und nun passierte angeblich Folgendes: Ihr Nachbar, ein Störenfried und Alkoholiker, soll die Alleinlebende verfolgt haben. Er habe sie bedrängt und wollte sie immer wieder in die Wohnung locken. Sie habe sich geweigert, verneint, wollte damit nichts zu tun haben. Irgendwann habe er sie zu sich gezerrte, betäubte sie und eine brutale Vergewaltigung vollzogen, so schildert es die Anklage und so schilderte es auch das Opfer.

Freispruch im Zweifel
Bei den Details gab es Widersprüche, unumstritten. Die Frau tut sich offensichtlich sehr schwer, sich auszudrücken. Wo soll sie es denn auch gelernt haben? Die Vergewaltigung schrieb sie sofort in ihr Tagebuch. Sie hatte Bauchschmerzen, ihre Geschlechtsorgane schmerzten. Sie erstattete Anzeige. "Freispruch", entschied der Richter. Aus Mangel an Beweisen und im Zweifel.

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