Mo, 10. Dezember 2018

Mädchen skalpiert

10.05.2011 16:43

Walser Rottweiler biss bereits 2009 Hundetrainerin

Die gute Nachricht vorweg: Die vierjährige Amelie, die in Salzburg von einem Rottweiler regelrecht skalpiert wurde, ist auf dem Weg der Besserung. Der Besitzer des Tiers hat beschlossen, "Avego" einschläfern zu lassen. Viel zu spät, findet eine Hundetrainerin, die 2009 Opfer des Vierbeiners wurde: "Damals hätte man ihn schon einschläfern müssen."

Nach der Biss-Attacke in Wals-Himmelreich erhebt Manuela Samer schwere Vorwürfe gegen den Hundehalter. "Mich hat der Rottweiler schon vor eineinhalb Jahren angefallen. Ich arbeitete als Co-Trainerin in einer Hundeschule", erzählt die 40-Jährige.

Als Samer an einem Freitagnachmittag auf Avego zuging, der an einem Holzpflock angeleint war, ging dieser ohne jede Vorwarnung auf sie los. "Er hat fünfmal zugebissen, mir dabei die rechte Brust fast weggerissen."

Opfer versteht die Welt nicht mehr
Die tiefe Wunde musste mit 21 Stichen genäht werden. Noch immer leidet die Frau an den Folgen des Bisses. Ein Gerichtsverfahren wegen schwerer Körperverletzung ist noch anhängig.

Was Manuela Samer nach dem neuerlichen Ausraster des Rottweilers nicht verstehen kann: "Ich habe dem Besitzer klipp und klar gesagt, dass sein Hund krank ist und eingeschläfert werden muss. Hätte er sich daran gehalten, wäre dem Mädchen alles erspart geblieben." Am Dienstag übernahm Amtstierarzt Josef Breuer diese Aufgabe.

Hund war laut Besitzer "äußerst gut abgerichtet"
Zwar meinten Experten, dass Manfred F. (41) mit seinem Rottweiler überfordert gewesen sei, er selbst dürfte das aber nicht so gesehen haben. Nach der Biss-Attacke auf die Hundetrainerin hatte der Hundebesitzer damals angegeben, dass er seit Juli 2010 seinen Hund dienstlich - für eine Sicherheitsfirma - einsetze und dieser daher nachweislich "äußerst gut abgerichtet ist und unbedingten Gehorsam leistet".

Amelie erholt sich im Spital von dem Angriff
Die vierjährige Amelie erholt sich nach der Rottweiler-Attacke indes im Spital. Das Mädchen erwacht jetzt langsam aus dem künstlichen Tiefschlaf. Ob der Hautlappen, der ihr von dem Hund vom Kopf gerissen wurde, wieder anwächst, dürfte sich noch diese Woche herausstellen.

von Gernot Huemer und Markus Tschepp, Kronen Zeitung

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