So, 24. Juni 2018

Kirchliche Ruhe

08.05.2011 23:31

Steiermark blieb auch am Sonntag "bettlerfrei"

Der befürchtete Bettleransturm am "Tag des Herrn" ist in der Steiermark ausgeblieben. Seit Dienstag vergangener Woche darf (siehe Story in der Infobox) in der Grünen Mark nicht mehr gebettelt werden. Die Landeshauptleute haben das bereits via Unterschrift unter das Gesetz fixiert. Das Verbot gilt überall - also auch vor Kirchen. Die Bettler haben das akzeptiert, wie ein Lokalaugenschein der "Steirerkrone" am Sonntag zeigte.

Seit 3. Mai ist das Bettelverbot in der Steiermark in Kraft. Es gilt für jeden Ort, der nicht nur für einen beschränkten Personenkreis zugänglich ist. Im Klartext heißt das eigentlich, dass auch vor den Gotteshäusern nicht mehr um Geldspenden gebeten werden darf.

"Stimmt nicht!", behaupten allerdings katholische und evangelische Rechtsexperten: Wenn Kirchengrund umzäunt sei, dürfe sehr wohl gebettelt werden. Weshalb man an Sonntagen mit einer Rückkehr der bereits abgereisten Roma etc. rechne.

Einziger Bettler vor Pucher-Kirche
Wie auch immer - am "Tag des Herrn" wartete man in Graz gespannt, ob es tatsächlich zum prognostizierten Bettleransturm kommen würde. Vergebens. Nur ein einziger Straßenzeitungsverkäufer (Bild) hielt Besuchern die Dom-Türe auf, die Herrengasse blieb überhaupt leer, und Armenpfarrer Wolfgang Pucher wusste der "Krone" zu berichten: "Vor meiner Kirche saß ein Bettler. Hätte ihn die Exekutive vertrieben, hätte ich mich aus Protest statt ihm hingesetzt!"

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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