Sa, 18. August 2018

In östlichen Bezirken

06.05.2011 08:58

Maisanbau sorgt für Bienensterben in der Steiermark

Es ist jedes Jahr das gleiche Trauerspiel: Nach dem Ausbringen von insektizidgebeiztem Mais- und Kürbissaatgut melden die umliegenden steirischen Imker Bienensterben. So auch heuer wieder. Einmal mehr sind vor allem die östlichen Bezirke betroffen, Schadensmeldungen kommen aber auch aus Ober- und Niederösterreich.

Die Situation der Bienenvölker hat sich in den vergangenen Jahren rapide verschlechtert, für einige Experten gehören die Hausbienen "sogar schon auf die rote Liste der gefährdeten Tierarten", wie Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, kürzlich in einem Interview sagte.

Zu wenig Nahrung für Bienen
Das große Problem für die sensiblen Insekten ist vor allem eines: der Landschaftswandel hin zur Monokultur, in der Steiermark wird in erster Linie der Maisanbau immer beliebter. Trauriges Fazit: Die Landschaft gibt für die emsigen Honiglieferanten nicht mehr genügend Nahrung her.

Die bei der Maisaussaat in die Luft gewirbelte Beize des Pflanzenschutz-Wirkstoffs Clothianidin - in Deutschland übrigens längst verboten - verschärft die Situation: Das Mittel lässt die Bienen sprichwörtlich wie die Fliegen sterben. Ob bei der Agentur für Ernährungssicherheit bereits Rotalarm herrscht? "Derzeit werden Proben zur Ursachenforschung gezogen", heißt es dazu aus dem Wiener Institut.

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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