So, 24. Juni 2018

Wozu ÖH-Gebühren?

03.05.2011 14:23

Wiederholtes Kasperltheater bei Uniwahl erwartet

In drei Wochen werden die Studenten der Grazer Universität wieder an die Wahlurne gebeten. Doch wie in den Jahren zuvor gibt es wieder Wahl-Hickhack an der Grazer Hochschülerschaft - und man muss sich angesichts des Kasperltheaters schon fragen, warum es diese Institution überhaupt gibt. Fast 17 Euro Zwangsgebühren werden jedem Studenten pro Semester abgeknöpft - wofür eigentlich?

In drei Wochen, von 24. bis zum 26. Mai, stehen unseren Studenten wieder die Wahlzellen offen. Per Kreuzerl können sie bestimmen, welche Fraktion - rot, schwarz, blau, grün etc. - ihre Interessen am besten vertritt. Doch angesichts des Theaters, das sich rund um die ÖH-Wahl abspielt, kann man von einem neuen Beteiligungs-Minusrekord ausgehen. Schon 2009 fanden in Graz lediglich 27 Prozent der Studiosi den Weg an die Urnen!

ÖH fällt nur negativ auf
Was war passiert? Am Wochenende hatte der steirische Hochschülerschafts-Chef Cengiz Kulac (Grüne) einem Mitglied des Rings Freiheitlicher Studenten (RFJ) die Aushändigung eines Studierendenverzeichnisses verweigert - und sich danach angeblich in seinem Büro verbarrikadiert (siehe auch Story in der Infobox). Woraufhin der RFJ Anzeige wegen Amtsmissbrauchs erstattete. Ein einziger Kindergarten - an der Uni...

Darum muss man sich schon fragen, woher die ÖH eigentlich ihre Existenzberechtigung nimmt. Außer durch Streitereien - oder Spesenskandale wie in den vergangenen Jahren - fällt die Institution nicht auf. Und wofür die Studenten jedes Semester 16,86 Euro an Zwangsgebühren entrichten, das sollen die Funktionäre erst einmal erklären.

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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