Offensive Power

Keine Elf der Bundesliga netzt öfter als Sturm Graz

Steiermark
02.05.2011 10:38
Wehe, wenn sie losgelassen! Während die Austria im Titelkampf plötzlich wie am Krückstock durch die Liga hatscht, ballert sich Sturm in Richtung Meisterteller. In den letzten zwei Runden wurde man dem Klubnamen vollauf gerecht: 5:0-Torlawine gegen Kapfenberg, jetzt 4:0 gegen Mattersburg. Franco Fodas "Scharfschützen" halten schon bei 59 Saisontreffern - keine Elf netzt öfter.

Offensivpower ist im Titelrennen für Sturm (von links im Bild Salmutter, Kienast und Weber) offenbar Trumpf: Foda munitionierte das ohnehin schon beste Angriffsduo der Liga - Kienast/Szabics machten insgesamt 26 Tore - mit den Kreativspielern Muratovic und Salmutter zusätzlich auf. Mit vollem Risiko zum Titel? "Nein", winkt der Efolgscoach ab, "das hängt immer vom Gegner ab. Gegen Ried kann die Aufstellung schon wieder anders ausschauen."

Die schwarz-weiße Torlawine soll jedenfalls jetzt auch die Innviertler überrollen. "Dort haben wir nach dem Cup-Aus ja noch etwas gutzumachen", betont Foda, der sich im Titelfight trotz der vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Austria nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. "Abgerechnet wird am Schluss, es ist nichts entschieden, fünf Runden gibt es noch."

"Wir schwer ist der Teller eigentlich..?"
Dennoch: Die "Wir werden Meister-Sprechchöre" der Fans gegen Mattersburg gehen runter wie Öl, zauberten aber auch beim akribischen Germanen ein Lächeln auf die Lippen. "Es ist doch wunderschön, wenn man so etwas wieder einmal hört im Stadion. Das hat es ja das letzte Mal gegeben, als ich noch Spieler war. Wenn man fünf Runden vor Schluss vorne steht, dann darf man schon träumen." Mannschaftsintern wird bereits hochgerechnet, wie viele Zähler man bis zum Titelgewinn wohl noch einfahren muss - zudem fragt man sich auch, ob der Meisterteller eigentlich schwer zu stemmen ist...

Was deutlich macht: Die "Schwarzen" trauen sich den Titel immer mehr zu. Das Selbstvertrauen vorm Endspurt stimmt - der Druck scheint bloß eine nette Nebenerscheinung zu sein. "Mit dem muss man umgehen können, wir brauchen keinen Mentaltrainer. Es ist positiver Druck, viel schlimmer ist es, wenn du gegen den Abstieg spielst und Existenzen am Spiel stehen", sieht es Foda, dem der 2:1-Sieg der Salzburger bei Rapid nicht kratzte.

Konkurrenz ist Foda egal
Während die Spieler auf ein Remis im Hit hofften, sagt Foda klipp und klar: "Wir schauen auf uns, nicht auf die Konkurrenz. Was bei der Austria los ist, kann ich nicht beurteilen." Auf den Punkt bringt's Mario Haas: "Meister wird jene Mannschaft, die ruhig bleibt und normal weiterarbeitet." Das macht Foda: Am Samstag durften die Spieler feiern, am Sonntag war um zehn Uhr Training.

von Burghard Enzinger, "Steirerkrone"

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