29.12.2021 10:00 |

Kalender produziert

Grazer Super-Fan denkt 365 Tage an Ostbahn Kurti

Joachim Steinacher ist wohl der größte Fan von Dr. Kurt Ostbahn, den Graz je gesehen hat. Jetzt hat er für alle Gleichgesinnten einen ziemlich speziellen Kalender produziert.

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Sage und schreibe 433 Ostbahn-Kurti-Konzerte hat Joachim Steinacher in den letzten Jahrzehnten besucht. Auch nachdem Willi Resetarits seinen „Herrn Doktor“ in die Bühnenpension schickte, blieb der Grazer Musik-Fanatiker dem Idol treu - und schuf nun aus seinem „kurtologischen“ Archiv für 2022 den wohl endgültigen Ostbahn-Kurti Fan-Kalender.

Antworten auf knifflige Fragen
Kennen Sie eigentlich die exakte Anzahl von Minuten die vergangen sind, seit der Ostbahnkurti-Schlagzeuger Helmut Grössing alias Eduard Jedelsky 2011 nach Jahren wieder auf einem Konzert seinen weißen Hut aufsetzte, der in den 1980ern sein Markenzeichen wurde? Oder wissen Sie, wofür man Dr. Kurt Ostbahn 1994 zu zwei Monaten bedingter Haft verurteilt hat - obwohl er eigentlich „nur“ eine Kunstfigur ist? Wenn die Antwort „Nein“ lautet, dann können Sie von Joachim Steinacher so einiges lernen!

In mühevoller Kleinarbeit hat der begeisterte Ostbahn-Fan Fakten zu der von Willi Resetarits zwischen 1983 und 2003 verkörperten Figur aus seinem Archiv gesichtet. Jetzt zieht der Grazer mit seinem großen „Ostbahn-Kalender 2022“ die Summe seines Wissens über den mystischen Meister des „Favorit’n’Blues“ und dessen Schöpfer Günter Brödl. Aber - wie wird man eigentlich zum „Kurtologen“, wie sich die Fans des Wiener Musikers nennen?

Alles begann mit 17 Jahren
„Bei mir war es ein Konzert am Schloßberg mit 17“, erzählt Steinacher. „Eigentlich war ich wegen Andy Baum da, vom Ostbahn-Kurti hab ich da noch nix ghört.“ Dann aber kam der „Doktor“ auf die Bühne - und alles wurde anders. Fasziniert vom Wiener Charme, den Resetarits und Brödl mit dem Klang und Lebensgefühl des Rock’n’Roll verknüpften, begann er der Band nachzureisen, immer per Zug, mit dem es am Abend wieder heim ging: „Meine Eltern haben gemeint, solange ich nicht die Schule schwänze, kann ich machen, was ich will.“

Vom Aufräumen des Archivs zum Kalender
Aus seiner langjährigen Passion, die Steinacher in regen Kontakt mit Musikern und auch Willi Resetarits persönlich brachte, erschuf sich der Fan ein einzigartiges, umfangreiches Archiv. Es enthält Eintrittskarten, Merchandise-Produkte, Setlisten, Kleidungsstücke, Instrumente und teils unveröffentlichtes Material, die Steinacher über Jahre sammelte und zur Grundlage seines Kalenders machte.

„Im Lockdown, als dann sehr wenig Kulturarbeit möglich war, hab ich mit einer Bekannten aus der Szene telefoniert, die meinte, sie könne jetzt wenigstens ihr Archiv aufräumen“, erzählt Steinacher. „Da kam die Idee: Das kann ich ja auch machen!“ Das nun vorliegende Ergebnis ist dabei aber mehr als bloße Spielerei, da der Kalender neben witzigem Ostbahn-Spezialwissen zu jedem Tag des Jahres auch die Lebensleistung des jung verstorbenen Ostbahn-Schöpfers Günter Brödl (1955-2000) dokumentiert. So erschuf Steinacher zugleich ein Dokument der österreichischen Kulturgeschichte - für alle „Kurtologen“ und solche, die es werden wollen. Felix JurečekInfos: www.damisch-derisch.at

365 Tage voller Insider-Wissen
Er war auf allen Konzerten und hat eine einzigartige Sammlung zusammengetragen. Daraus hat der Grazer Joachim Steinacher einen Abriss-Kalender voller Insider-Wissen produziert.

Aus seiner langjährigen Passion, die Steinacher in regen Kontakt mit Musikern und auch Willi Resetarits persönlich brachte, erschuf sich der Fan ein einzigartiges, umfangreiches Archiv. Es enthält Eintrittskarten, Merchandise-Produkte, Setlisten, Kleidungsstücke, Instrumente und teils unveröffentlichtes Material, die Steinacher über Jahre sammelte und zur Grundlage seines Kalenders machte.

Für alle „Kurtologen“
„Im Lockdown, als dann sehr wenig Kulturarbeit möglich war, hab ich mit einer Bekannten aus der Szene telefoniert, die meinte, sie könne jetzt wenigstens ihr Archiv aufräumen“, erzählt Steinacher. „Da kam die Idee: Das kann ich ja auch machen!“ Das nun vorliegende Ergebnis ist dabei aber mehr als bloße Spielerei, da der Kalender neben witzigem Ostbahn-Spezialwissen zu jedem Tag des Jahres auch die Lebensleistung des jung verstorbenen Ostbahn-Schöpfers Günter Brödl (1955-2000) dokumentiert. So erschuf Steinacher zugleich ein Dokument der österreichischen Kulturgeschichte - für alle „Kurtologen“ und solche, die es werden wollen.

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Felix Jurecek
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