28.12.2021 08:08 |

„Genau beobachten“

Corona-Alarm im „Kitzloch“ ruft VSV auf den Plan

Wieso muss öffentlich zum Testen aufgefordert werden, wenn das doch über die vorgeschriebene Gästeregistrierung viel schneller möglich wäre? Diese und einige weitere Fragen stellt sich der Verbraucherschutzverein (VSV) rund um dessen Obmann Peter Kolba, nachdem am Montag bekannt geworden ist, dass eine Servicekraft des Après-Ski-Lokals „Kitzloch“ in Ischgl positiv auf Corona getestet wurde. Man werde die Situation jedenfalls „genau beobachten“ und im Fall des Falles erneut zu „rechtlichen Schritten greifen“. 

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Der öffentliche Aufruf der Tiroler Gesundheitsbehörden sorgte am Montag für Aufsehen. Eine Servicekraft des „Kitzloch“, das zu Beginn der Pandemie im März 2020 mitsamt Ischgl international in die Schlagzeilen geraten war, wurde positiv auf Corona getestet. Die betroffene Person verspürte seit Samstag Symptome und hatte zuletzt am Freitag im Lokal gearbeitet. Personen, die sich am 23. und/oder 24. Dezember ebenfalls in der Bar aufhielten, wurden - wie in solchen Fällen üblich - gebeten, vorsorglich einen PCR-Test durchzuführen.

„Nächste Ischgl-Welle im Anrollen?“
Dem öffentlichen Aufruf des Landes folgte daraufhin prompt eine Reaktion des Verbraucherschutzvereins. „Nächste Ischgl-Welle im Anrollen?“, fragte dessen Obmann Peter Kolba in einer Aussendung. Und weiter: „Das Kitzloch war im Februar/März 2020 bereits einmal Ausgangspunkt für eine Covid-Pandemie-Welle für ganz Europa. Nun scheinen sich die Ereignisse zu wiederholen.“

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Hat man im Kitzloch keine Gästeregistrierung durchgeführt?

VSV-Obmann Peter Kolba

Laut Kolba würden sich in diesem Zusammenhang einige Fragen an die Tiroler Gesundheitsbehörden aufdrängen. Unter anderem, warum öffentlich zum Testen aufgefordert werden muss, „wenn das doch über die vorgeschriebene Gästeregistrierung viel schneller möglich wäre“? Oder: „Hat man im Kitzloch keine Gästeregistrierung durchgeführt?“ Auch, ob die positive Probe auf Omikron sequenziert wurde oder wie viele Omikron-Fälle es derzeit in Ischgl gibt, interessierte den VSV-Obmann.

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Der VSV wird die Ereignisse sehr genau beobachten und nicht anstehen, neuerlich zu rechtlichen Schritten zu greifen, falls man in Tirol neuerlich durch den Vorrang der Tourismuseinnahmen vor der Gesundheit von Menschen, einen Hotspot auslösen sollte.

VSV-Obmann Peter Kolba

Der Verbraucherschutzverein werde jedenfalls „die Ereignisse sehr genau beobachten“ und nicht davor zurückschrecken, „neuerlich zu rechtlichen Schritten zu greifen, falls man in Tirol neuerlich durch den Vorrang der Tourismuseinnahmen vor der Gesundheit von Menschen, einen Hotspot auslösen sollte“.

Erhebungen auch vor Ort
Vonseiten des Landes Tirol hieß es am Montag, dass die Gesundheitsbehörde „in enger Abstimmung mit der Polizei Erhebungen vor Ort hinsichtlich der Registrierungslisten der Gäste“ durchführt, „um allenfalls auch alle betroffenen Gäste direkt informieren zu können“. Um aber „keine unnötige Zeit zu verlieren und schnellstmöglich zu handeln“, unternahm die Gesundheitsbehörde „vorsorglich und sicherheitshalber“ den öffentlichen Aufruf.

Nach den aktuellen Covid-Bestimmungen dürfe kein Barbetrieb durchgeführt werden, zudem dürfen Speisen und Getränke nur an zugewiesenen Sitzplätzen eingenommen werden, wurde betont. Für das Personal gelte das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske sowie ein 3G-Nachweis. Für Gäste gelte ein 2G-Nachweis, außerhalb des Sitzplatzes ist auch von Gästen eine FFP2-Maske zu tragen.

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