25.12.2021 12:07 |

Ein Tiroler Wunder

Der Tod stand nahe am Krankenbett des Hardrockers

Auch vor Hardrockern macht das heimtückische Coronavirus nicht halt. Das musste der Tiroler Musiker Klaus Schubert am eigenen Leib erfahren. Wochenlang rang er auf der Intensivstation mit dem Tod. Nun kämpft er sich zurück.

Die großen Showbühnen Europas waren ihre Heimat. Sie brachten auf Tourneen mit Kultbands wie Motörhead, Saxon oder Krokus Fans zum Jubeln. Danach feierten Gitarrist Klaus Schubert und seine Band No Bros mit den Größen der Hardrock-Szene wie Lemmy Kilmister, Phil Campbell und Biff Byford und deren zahlreichen Groupies. Schubert ist seit Mitte der 1970er-Jahre Tirols Rockstar Nummer 1. Noch immer stellt das Komponieren und E-Gitarre-Spielen den Mittelpunkt seines Lebens dar.

„Mir wird schon nichts passieren“
Ausleben kann er seine Berufung aber nicht mehr so, wie er es sein ganzes Leben lang gewohnt war, da unter anderem seine Hände keine Kraft mehr haben. Schubert infizierte sich mit Corona und lag deshalb zwei Monate, davon sechs Wochen im Tiefschlaf, auf der Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck. Es war ihm im Vorfeld schon bewusst, dass Corona kein Scherz ist, aber er dachte sich: „Jetzt bin ich über 40 Jahre lang nicht krank gewesen, war noch nie im Krankenhaus, da wird schon nichts passieren.“

Deshalb nahm er den schweren Verlauf seiner Erkrankung anfangs auch nicht so ernst. Aber in der Zeit auf der Intensivstation stand der Tod einige Male nahe am Bett des Rockmusikers. Nachdem er aufwachte, konnte er seine Finger nicht mehr bewegen und verspürte richtig Angst.

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Ich will wieder live auf der Bühne stehen und spielen.

Klaus Schubert

„Wäre klüger gewesen, mich impfen zu lassen“
Noch im Krankenhaus begann er mit der Therapie, in welcher er auch das Gehen wieder erlernen musste. Sein Ziel lautet: „Ich will wieder live auf der Bühne stehen und spielen. Mein linker Fuß passt schon wieder, beim rechten muss ich zeitweise eine Schiene tragen.“ Abschließend erklärt er noch mit tiefster Überzeugung: „Mit den Erfahrungen, welche ich in der vergangenen Zeit machen musste, sage ich, es wäre klüger gewesen, wenn ich mich hätte impfen lassen.“

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