21.12.2021 08:00 |

Online-Petition

Gasteiner kämpfen um Zukunft der Graukogel-Lifte

Ski-Legende Toni Sailer raste 1958 hier zu drei Weltmeistertiteln, nun befürchten viele Gasteiner das Ende des Liftbetriebs am Graukogel. Trotz ausreichender Schneemengen fahren die Sesselbahnen bis auf Weiteres nicht. Den Bergbahnen fehlt das Personal, besorgte Gasteiner haben eine Unterschriften-Aktion gestartet.

1500 Unterschriften haben sich die anonymen Initiatoren zum Ziel gesetzt. Diese Hürde haben sie schon erreicht: Bis am späten Montagabend haben exakt 1504 Menschen die Online-Petition unterzeichnet. Sie alle fordern ein rasches Aufsperren der Graukogel-Lifte in Bad Gastein. Denn: Trotz ausreichender Schneemengen fahren derzeit weder die beiden Sesselbahnen noch der Schlepplift.

Franz Weiß trifft die Situation besonders hart. Der Präsident des Skiclubs Bad Gastein ist Pächter der Graukogelhütte unweit der Bergstation des Sessellifts. „In den vergangenen Jahren haben die Bergbahnen den Graukogel komplett vernachlässigt - völlig unverständlich“, sagt er. Weiß fürchtet, dass die Gasteiner Bergbahnen den Winterbetrieb am Graukogel künftig völlig einstellen könnten. Die Petition hat er selbstredend bereits unterzeichnet. „Es geht um die Zukunft der Graukogel-Lifte.“

Gasteiner Bergbahnen hoffen auf Teilbetrieb
Franz Schafflinger, Geschäftsführer der Gasteiner Bergbahnen, stellt auf Anfrage der „Krone“ klar: „Wir wollen die Lifte nicht sterben lassen!“ Aber: Man habe aufgrund der angespannten Coronalage derzeit schlicht zu wenig Personal, um alle Lifte im Gasteiner Tal zu betreiben. Schafflinger hofft, dass in diesem Winter zumindest an den Wochenenden die Lifte am Graukogel fahren. „Neues Personal vorausgesetzt“, sagt er.

Bereits seit Anfang Dezember präparieren die Bergbahnen die Pisten für Tourengeher. Und: „Wir wollen am Graukogel betriebsbereit sein – wenn etwa in Sportgastein windbedingt die Skilifte nicht fahren können“, sagt Schafflinger.

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