07.12.2021 07:00 |

Leistbare Mieten

Mögliche Lösung für Stadion-und Wohnungsproblem

Leistbares Wohnen gepaart mit Sport- und Kulturveranstaltungen am Gelände des Messezentrums. Dahinter ein deutsches Bau-Unternehmen: Das ist das Projekt mit dem Namen „Wohnen auf dem Max Aicher-Stadion“. Von Bürgermeister Preuner im November schon abgeblockt, präsentierten die Initiatoren rund um den bayerischen Baulöwen ihre Pläne der breiten Öffentlichkeit.

19.000 Quadratmeter, 428 Wohnungen, die wie Türme aus dem Stadion ragen. Die 5000 Leute fassende Arena: multifunktionell, dank Hybridrasen. Für Sport- und Kulturveranstaltungen – eine mögliche neue Heimstätte für Austria Salzburg, aber auch für die Footballer der Salzburg Ducks. Auch von Klassik- und Popkonzerten ist die Rede. 1200 Tiefgaragenplätze, von denen etwa 400 der Messe zur Verfügung stünden. Und das alles auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie (eine Vollsanierung ist Teil des Projekts), wo momentan ein Parkplatz liegt. Die Kosten für den Bau: 193 Millionen Euro! Doch wer kommt für diese Summe auf? Es ist die Max-Aicher-Gruppe, ein deutsches Immobilienunternehmen mit Sitz in Freilassing. Es ist eine Eigeninitiative, somit fallen bezüglich des Baus keine Kosten für den Steuerzahler an.

Die Arena wäre eine Schenkung an die Stadt. Im Gegenzug gehen die Mieteinnahmen der Wohnanlage an Max Aicher – das Projekt soll dadurch querfinanziert werden. Die Hälfte der Einheiten wird verkauft, der Rest vermietet. Mit leistbaren Mietpreisen. Doch was bedeutet „leistbares Wohnen“ in Salzburg, wo die Mietpreise in den letzten Jahren doch raketenhaft in die Höhe geschnellt sind?

„Leistbar bei etwa sechs Euro pro Quadratmeter“
„In meinen Augen ist eine Wohnung leistbar, wenn sie sich in der Größenordnung von etwa sechs Euro pro Quadratmeter befindet“, meinte Bau-Löwe Aicher im Gespräch mit der „Krone“. Das wäre bei einer Fläche von 50 Quadratmetern ein Mietpreis von ungefähr 300 Euro. Vor allem Jungfamilien, Studierende und betreutes Wohnen sollen davon angesprochen werden. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir Wohnungen in diesem Sozialbereich anbieten.“

Multifunktionalität als Kern des Projekts
Eine Solitärnutzung, sprich nur Wohnungen oder Arena, komme für Aicher aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage. „Man sollte die Möglichkeit schon sehen, dass man etwas vielfach nutzen kann“, meint er. Statt klotziger Betonkonstruktion setzt man auf Glasfronten und begrünte Dächer. Drei Jahre würde man brauchen. Wenn da nicht die Politik rund um Bürgermeister Preuner wäre.

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