06.12.2021 23:00 |

Prozess in Salzburg

Freundinnen schieben sich Schuld gegenseitig zu

Raubüberfälle, Körperverletzungen, Drohungen und Nötigungen: Die Liste der strafrechtlichen Vorwürfe gegen vier Mädchen zwischen 17 und 20 Jahren ist lang. Beim Prozess im Landesgericht bestreiten drei der vier Jugendlichen die Vorwürfe – nur eine zeigt sich teilweise geständig. Urteile werden für Donnerstag erwartet.
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Es sind erschreckende Vorfälle, die die Staatsanwaltschaft im Landesgericht auflistet: Die angeklagten Mädchen sollen einen Jugendlichen wegen seiner sexuellen Orientierung geschlagen, beleidigt und ausgeraubt haben. Einem Mädchen sollen sie Haare ausgerissen und eine Zigarette auf der Wange ausgedrückt haben. Und einem anderen Opfer sollen sie sogar Süßigkeiten mit Gewalt wegnehmen haben.

Nur eine der vier Jugendlichen zwischen 17 und 20 Jahren gab die Vorwürfe teilweise zu. Die anderen schieben die Schuld offenbar ab. Eines der Mädchen bestritt die Vorwürfe zur Gänze. Abgespielt haben sich die Taten in der Stadt Salzburg – an verschiedenen Tagen im Frühjahr. „Bemerkenswert ist, dass die Angeklagten die Schuld bei den Mitangeklagten oder bei anderen, teils nicht strafmündigen Mädchen sehen“, sagte Verteidiger Michael Hofer auf „Krone“-Nachfrage.

Der Prozess wird am Donnerstag im Landesgericht fortgesetzt: Richterin Bettina Maxones-Kurkowski wird voraussichtlich die Urteile verkünden.

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