02.12.2021 20:00 |

Mangelnde Transparenz

Bahnhof ließ in Lienz die Wogen hochgehen

Das knapp 30 Millionen Euro teure Mobilitätszentrum in Lienz biegt in die Zielgerade ein. Einige Änderungen, die in der vergangenen Gemeinderatssitzung präsentiert wurden, sorgten aber für hitzige Diskussionen. Die ÖVP ortete fehlende Transparenz. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) verwies auf bestehende Verträge.

Zwei statt ursprünglich geplanten drei Liften, eine Fotovoltaikanlage und vier Pkw-Stellplätze für Elektroautos samt entsprechender Infrastruktur – diese Bauvorhaben, auf Wunsch der ÖBB, präsentierte Blanik dem Lienzer Gemeinderat. Dies nahm die ÖVP zum Anlass und warf der Bürgermeisterin mangelnde Transparenz und Berichterstattung zum größten Bauprojekt der Sonnenstadt vor: „Wir wurden unzureichend informiert und mussten uns die Infos über Änderungen selber erarbeiten. Das ist nicht im Sinne eines Gemeinderates“, kritisierte Bauausschussobmann Alexander Kröll.

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Es wurde alles so gebaut, wie es im Vertrag angegeben war. Es gab keine Abweichungen.

Elisabeth Blanik, Bürgermeisterin Lienz

Kritik zurückgewiesen
Blanik zeigte dafür kein Verständnis und betonte mehrmals: „Es wurde alles so gebaut, wie es im Vertrag angegeben war. Es gab keine Abweichungen.“ Eine Berichterstattung wäre somit nicht notwendig gewesen. Dass eine Liftanlage weggelassen wird, die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Busterminals neu entsteht und es Änderungen bei den Parkplätzen gibt, sei dem Gemeinderat soeben mitgeteilt worden. Zudem liege man nach wie vor im Kostenrahmen und im Zeitplan. Blanik ortete zudem ein bewusstes Verzögern des Projektes durch die ÖVP. Das verneinte man jedoch und Kröll ergänzte: „Wir wollen nicht, dass was schiefgeht.“

Ein Antrag der ÖVP, den Tagesordnungspunkt für die Zusatzvereinbarung von der Liste zu nehmen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Zusatzvertrag für die Errichtung der neuen Bauvorhaben und der Änderungen der Parkplätze ging durch.

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