01.12.2021 14:00 |

Nach Ski-Karriere

Zur Therapie bei Olympiasiegerin Fischbacher

Ex-Ski-Ass Andrea Fischbacher hat seit November in Bad Vigaun ein neues berufliches Betätigungsfeld als Sporttherapeutin gefunden. Die Olympiasiegerin von Vancouver steht auch kurz vom Abschluss des Sportstudiums. Den Weltcup verfolgt sie noch immer - und mit zwei aktuellen steirischen Ex-Rennfahrerkolleginnen ist die 36-Jährige weiter in regelmäßigem Kontakt.

Wer im medizinischen Zentrum Bad Vigaun zu einer Therapie gebeten wird, könnte seit November von einer Ski-Olympiasiegerin betreut werden. Andrea Fischbacher, die 2010 in Vancouver zu Super-G-Gold geflogen war, hat nach ihrer Tätigkeit im Büro des Salzburger Skiverbandes einen neuen Job.

Aus dem Pflichtpraktikum wurde eine fixe Stelle
„Ich bin dabei, mein Sportstudium in Salzburg mit Schwerpunkt Trainingstherapie abzuschließen. Hier in Vigaun habe ich im Sommer ein Pflichtpraktikum absolviert, daraus hat sich die Vollzeit-Arbeitsstelle ergeben“, erzählte die 36-jährige Pongauerin, die schon länger in Elsbethen/Glasenbach lebt. „Ich bin immer gerne in meinem Heimatort Eben. Aber mit Arbeit und Studium lässt sich das von hier aus besser vereinbaren.“

Der Spagat zwischen der Arbeit beim Skiverband und Studium ist fünfeinhalb Jahre lang gut gelungen. „Dort hatte ich die Möglichkeit, dass ich auf die Uni konnte, wann ich es brauchte.“ 2019 machte sie den Bachelor, Anfang 2022 soll das Masterstudium beendet sein.

„Fischi“ steht weiter gerne auf Skiern
Skifahren blieb auch nach Ende der Karriere 2015 eine Leidenschaft. „Ich gehe im Winter nicht jedes Wochenende, aber regelmäßig. Ab und zu ist eine Skitour dabei, mehr bin ich auf Alpinskiern unterwegs. Vor allem, wenn es Tiefschnee gibt.“

Die Goldene liegt daheim in einer Vitrine
Fischbacher ist eine von nur vier Salzburger Ski-Olympiasiegerinnen neben Annemarie Moser-Pröll, Petra Kronberger und Anna Veith. An ihren Husarenritt vor knapp zwölf Jahren, bei dem sie Tina Maze und die in Hochform befindliche Lindsey Vonn auf die Plätze verwies, denkt sie nicht mehr oft zurück. „Wenn es Richtung Olympia geht, etwas mehr, aber eher unbewusst.“

Den Weltcup verfolgt sie nach „Lust und Laune“
Die Goldene von Vancouver liegt wie die WM-Bronzene im Super G von 2009 in einer Glasvitrine daheim. „In einer, an der ich nicht jeden Tag vorbei gehe.“

Den Weltcup verfolgt sie nach „Lust und Laune“. Hin- und wieder trifft sie alte Bekannte – in diesem Winter ist ein Besuch bei den Heimrennen in Zauchensee im Jänner fix eingeplant. „Vor allem mit Ramona Siebenhofer und Nici Schmidhofer habe ich noch sehr regelmäßig Kontakt.“

Kreuzbänder blieben bei Fischbacher immer heil
Im Gegensatz zu Schmidhofer hatte sie nie eine derart schwere Knieverletzung zu verdauen. „Ich habe noch alle Original-Kreuzbänder, hatte bei meinen Stürzen oft irrsinniges Glück und viele Schutzengel“, betont Fischbacher. In Bad Vigaun kann sie nun den Rekonvaleszenten auf dem Weg zurück viel von ihrer Erfahrung weitergeben.

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