18.11.2021 19:00 |

Kunstwerk in Leibnitz

Corona-„Dankmal“ für die Helden der Pandemie

In der Südsteiermark ging es heute rund! Das zweite von drei Corona-Kunstwerken wurde in Leibnitz eröffnet: eine Kugel, die in 100 Jahren im Erdboden versunken sein wird.

Den Steirern ist Leibnitz gut bekannt als Weinstadt in der Südsteiermark, wo sich einst schon die Römer wohlgefühlt und in Flavia Solva ihre Zelte dauerhaft aufgeschlagen haben. Wo Thomas Muster seinen Weg zur Nummer eins der Tenniswelt angetreten hat. Oder wo Werner Reiterer für ein Kunstprojekt scheinbar ein Auto in die Mariensäule am Hauptplatz krachen ließ. Nun werden viele Leibnitz aber auch mit einem spektakulären Corona-Denkmal, das selbiger Künstler im Stadtpark geschaffen hat, verbinden.

Gestern wurde das zweite der drei Virus-Kunstwerke präsentiert, die aus dem großen Kunstwettbewerb von „Steirerkrone“ und Land Steiermark als Siegerprojekte hervorgegangen waren. Vor zwei Monaten waren die Kameras auf das erste offizielle Corona-Denkmal Österreichs gerichtet, Wolfgang Becksteiners Beton-Installation begeistert seitdem die Besucher des Grazer Burggartens und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Beeindruckt waren die Gäste, die die monumentale Installation in Augenschein nehmen durften - „als wäre ein rostbrauner Meteorit vom Himmel in den herbstlichen Park gestürzt“, meinten einige. 2020 „schlug“ die Pandemie in die Erdkugel ein. Das wollte Werner Reiterer mit seiner 17 Tonnen schweren Skulptur zeigen, aber auch „den Prozess, bei dem ein Virus in die menschliche Zelle gelangt“, erklärte der gebürtige Leibnitzer. Die Kugel mit zwei Metern Durchmesser wird von nun an im Boden versinken, in hundert Jahren soll sie sogar ganz verschwunden sein, so wie sich auch das Virus (hoffentlich) dereinst in Luft auflösen wird!

„Danke der ,Krone’ für diese großartige Idee“
„Unser Ziel war es, auch außerhalb von Graz ein Erinnerungszeichen zu schaffen“, betonte Kulturlandesrat Christopher Drexler, der der „Krone“ für die Idee dankte. „Wir präsentieren das Denkmal in einer Zeit, in der uns die Pandemie wieder fest im Griff hat. Es kommt ihm daher mehr die Funktion als Dankmal zu. Wir wollen Dank sagen an alle, die täglich ihren Beitrag leisten, dass wir die Krise bestmöglich überwinden.“

Bürgermeister Helmut Leitenberger zeigte sich stolz, dass die Standortwahl auf Leibnitz gefallen war. Für die „Steirerkrone“ freute sich Chef vom Dienst Gerald Schwaiger über 300 Ideen, die den Denkmal-Wettbewerb zu dem „wohl erfolgreichsten aller Zeiten“ gemacht hatten.

Bei der Enthüllung unter anderen dabei: Jury-Vorsitzender Ralph Schilcher, die Universalmuseums-Chefitäten Wolfgang Muchitsch und Alexia Getzinger und Elisabeth Fiedler vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum.

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