25.10.2021 16:00 |

Hohe Spritpreise

„Tanktourismus lohnt sich unter Umständen“

Die Inflation steigt – in Österreich wie auch in Deutschland. Als Folge florieren derzeit ganz spezielle Tourismus-Formen. Der Tank-Tourismus ist kein neuartiges Phänomen. Er ist jedoch in den vergangenen Tagen mindestens genauso explosionsartig angestiegen wie die Preise an den bayerischen Zapfsäulen.
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Auf stolze 3,3 Prozent stieg die Teuerung in Österreich im September 2021. Das ist der höchste Wert seit November 2011. Stärkster Preistreiber im Jahresabstand war der Verkehr laut Statistik Austria. Um durchschnittlich 9,4 Prozent stieg dieser an.

Für unsere deutschen Nachbarn ist das fast noch ein Grund zum Frohlocken. Denn in Österreich fallen trotz allem noch vergleichsweise niedrige Steuern auf Kraftstoffe an. Je nach Tankstelle, Region und Uhrzeit ließen sich dabei Unterschiede bis zu 20 Cent bei Diesel und bis zu 25 Cent bei Superbenzin beobachten.

Freilassinger profitieren beim Tank-Tourismus

„Für einen in Freilassing wohnenden Pendler zahlt sich ein Tanken in Salzburg auf alle Fälle aus“, so Stefan Göweil, Leiter des Referats Marktbeobachtung bei der Arbeiterkammer Salzburg. „Mit den Preisen unserer Erhebung Ende September spart sich ein Freilassinger beim Tanken von 50 Liter Super rund 12 Euro und bei Diesel 9 Euro pro Tankung“, so Göweil weiter.

Ob sich denn der deutsche Tanktourismus auch auf Salzburger Tankstellen-Preise auswirke? „Tankstellen direkt an der Grenze haben tendenziell etwas höhere Preise als weiter entfernt liegende“, sagt der Experte.

Deshalb rät Göweil auch österreichischen Pendlern, sich die günstigste Tankstelle entlang der jeweiligen Route auszusuchen. Mit ein bisschen Planung könne man so merklich Geld sparen. „Der Spritpreisrechner der E-Control kann bei der Suche nach der günstigsten Tankstelle auf alle Fälle helfen“, so Göweil. Autobahntankstellen stellten in beiden Ländern eine besonders teure Ausnahme dar. Bekanntlich nicht nur beim Sprit.

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