Anrainer in Aufruhr

Eine Brücke, die in St. Pölten niemand will

Seit der Hauptstadtwerdung St. Pöltens 1986 steht der Bau einer Traisenbrücke von der Landsberger Straße in Richtung Stattersdorf im Raum. Wie die „Krone“ erfuhr, kommt nun Bewegung in die Sache. Vermessungen haben begonnen. Als Verlängerung zur B 20 könnte Anrainern eine massive Verkehrsbelastung drohen.

Alle Alarmglocken schrillen derzeit bei Anrainern im St. Pöltner Stadtteil Stattersdorf. Wie die „Krone“ erfuhr, haben dort vor Kurzem Vermessungsarbeiten im Bereich Putzgasse/Schiffmannstraße beim ehemaligen Wirtshaus zum Gwercher begonnen. Für Aufregung sorgt die Tatsache, dass hier seit Jahrzehnten eine Brücke über die Traisen in Richtung Landsberger Straße geplant ist. Diese würde dann als Durchzugsstraße zur Mariazeller Straße (B 20) fungieren.

Straße würde viel Verkehr bedeuten
Auch der Bauausschuss hat erst vor wenigen Tagen die Befestigung des betreffenden Straßenabschnittes behandelt. „Es ist so lange Zeit nichts passiert, wir haben nicht mehr damit gerechnet. Wenn die Brücke jetzt kommt, sind wir als Anrainer direkt betroffen“, erklärt Helene Platte. Sehr überrascht ist auch Nachbarin Christa Petuely: „So eine Straße würde ein starkes Verkehrsaufkommen bedeuten, von dem etliche Häuser massiv betroffen wären.“

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So eine Straße würde ein starkes Verkehrsaufkommen bedeuten, von dem etliche Häuser massiv betroffen wären.

Eine Anrainerin

„Kurzfristige Realisierung kein Thema“
Auf Nachfrage der „Krone“ wird seitens der Stadt erklärt, dass die Brücke in den Planungen als sogenannte langfristige Letztergänzungsmaßnahme enthalten ist. „Eine kurzfristige Realisierung ist aktuell kein Thema“, so Stadtplaner Jens de Buck. Beim Land ist der Wunsch der Stadt nach der Brücke in der Landsberger Straße bekannt. Diese sei aber nicht Teil von Planungen des Landesstraßendienstes.

„Der Bau einer Brücke wäre für die Anrainer vollkommen unzumutbar. Auch die Zerschneidung des Naherholungsgebietes wäre ein enormer Eingriff in die Natur“, so VP-Stadtrat Markus Krempl-Spörk. Eine mögliche Alternative über die Güterzugumfahrung sei für die Stadt kein Thema.

Petra Weichhart
Petra Weichhart
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