02.10.2021 20:00 |

Skisport

Speed-Girls auf der Suche nach der Ideallinie

Mit 646 PS bestückt, gab es für Österreichs schnelle Ski-Damen am Salzburgring neue Erfahrungen - und auch Parallelen zur Abfahrt zu entdecken. Anfang November geht’s für Siebenhofer, Venier, Puchner und Co. nach Nordamerika.

Bis zur ersten Weltcupabfahrt der Saison im kanadischen Lake Louise am 3. Dezember sind noch zwei Monate Zeit. „Speed im Blut“ haben Österreichs schnelle Ski-Ladys aber das ganze Jahr. Das zeigte sich etwa auch am Freitag am Salzburgring. Ramona Siebenhofer, Stephanie Venier, Conny Hütter, Mirjam Puchner und Co. jagten da den Audi RS e-tron GT durch die Kurven im Nesselgraben.

Le Mans-Sieger als Instruktor
Unter Instruktionen des mehrfachen Le Mans-Siegers Frank Biela (D) und Österreichs Ex-Rallyeass Wilfried Wiedner. Der Elektro-Audi hat bis zu 646 PS, beschleunigt von 0 auf 100 in 3,3 Sekunden. „Im Weltcup am ehesten vergleichbar mit dem Starthang in Zauchensee. Insofern ist das Auto-Rennenfahren dem Skirennfahren schon ähnlich“, meinte Venier.

„Eine coole Erfahrung“ für alle
Auch Siebenhofer war begeistert. „Eine coole Erfahrung. Man kann Parallelen zur Abfahrt erkennen. Etwa bei der Linienwahl. Eine Kurve hoch anfahren, reinschneiden, dann rausbeschleunigen.“ Auf die richtige Linienwahl kommt es an.

Puchner war vor allem vom Drehmoment angetan. „Ich habe so etwas noch nie gemacht. Der zieht ganz schön gut weg“, meinte die Pongauerin, „aber du musst echt voll bei der Sache sein, es ist von der Konzentration ganz schön anspruchsvoll.“

Ab Anfang November Feinschliff in den USA
Die Höchstgeschwindigkeit lag mit weit über 200 km/h deutlich über dem Renntempo auf Schnee. Auf ihr ursprüngliches Metier kehren die Speed-Ladys aber bald zurück. Womöglich auch Nici Schmidhofer und Nina Ortlieb nach ihren schweren Knieverletzungen. Beide haben den Plan, im Oktober ins Schneetraining einzusteigen. „Lake Louise ist bei beiden im Hinterkopf. Aber da braucht es ein paar Skitage bevor“, betont Damenchef Christian Mitter. Anfang November will die Speedtruppe zum Nordamerika-Training aufbrechen.

Schon sehr viele gute Schneetage
„Die zwei, drei Wochen in Copper Mountain sind wichtig. Auch wenn wir schon 35 bis 45 gute Schneetage hinter uns haben. Wir hatten stabiles Wetter in der Schweiz, konnten sehr viel Geschwindigkeitstraining machen.“ Da passte der Abstecher auf den Salzburgring bestens ins Konzept.

Herbert Struber
Herbert Struber
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