27.09.2021 21:00 |

Aktion ausgeweitet

1147 Kreuze auf steirischen Freilandstraßen

Im vergangenen Jahr hat das Land Steiermark auf Freilandstraßen weiße Kreuze an jenen Stellen aufgestellt, wo sich tödliche Motorradunfälle ereignet haben. Aufgrund der enormen Resonanz dieses Projektes wird die Aktion in diesem Jahr auf alle Verkehrsteilnehmer ausgeweitet.

Insgesamt werden bis zum 15. November 1147 weiße Kreuze zu sehen sein. Jedes einzelne steht symbolisch für einen tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer in den letzten 20 Jahren. Die Kreuze stehen auf den steirischen Freilandstraßen, wo in den letzten zwei Jahrzehnten rund 59 Prozent aller Getöteten im Straßenverkehr verunglückten.

„Das Projekt hat im vergangenen Jahr enorme Resonanz ausgelöst. Daher haben wir uns dazu entschlossen die Aktion auf alle Verkehrsteilnehmer auszuweiten. Die weißen Kreuze sollen bewusst jene Stellen sichtbar machen, an denen ein Mensch sein Leben verloren hat. Sie sollen das Bewusstsein stärken, dass ein Unfall jederzeit und an jedem Ort passieren kann und aufzeigen, wie schnell überhöhte Geschwindigkeit oder Ablenkung zu verheerenden Folgen führen können“, sagt Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

Unfallstatistik
Bezogen auf alle Straßen in der Steiermark wird die Anzahl der Getöteten allgemein seit 20 Jahren weniger. Während im Jahr 2001 insgesamt 161 Menschen auf den steirischen Straßen ihr Leben lassen mussten, waren es im Jahr 2020 52 Menschen. 2001 ereigneten sich 7428 Unfälle im steirischen Straßenverkehr mit Personenschaden. Bis heute reduzierten sich die Unfälle mit Personenschaden um knapp 40% auf 4526 Verkehrsunfälle.

„Im täglichen Straßenverkehr denkt man meistens nicht daran, dass an gewissen Stellen tödliche Unfälle passieren können. Die Weißen Kreuze zeigen aber, dass es bei Fehlern im Straßenverkehr überall zu verheerenden Folgen kommen kann. Daher wollen wir das Bewusstsein bei der täglichen Fahrt mit dem Auto oder dem Motorrad noch weiter schärfen“, sagt Maria Knauer-Lukas, Leiterin der Verkehrssicherheit im Land Steiermark.

Peter Felber vom Kuratorium für Verkehrssicherheit betont: „Die große Mehrheit der tödlichen Verkehrsunfälle passiert dort, wo die Menschen die Verhältnisse und die Straßen sehr gut kennen. Diese Aktion soll zeigen, wo diese schrecklichen Unfälle passiert sind. Die Weißen Kreuze sollen Verkehrsteilnehmer insbesondere dazu animieren ihre Geschwindigkeit anzupassen und beim Überholvorgang noch vorsichtiger zu sein.“

„Der Unfalltod ist irreversibel, aber jeder einzelne ist auch vermeidbar. Daher ist es unser Auftrag etwas dagegen zu unternehmen. Die Weißen Kreuze sind eine Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer, wie schnell ein Leben durch den Unfalltod zu Ende sein kann. Sie sind aber auch eine Respektserweisung an jene, die an den gekennzeichneten Stellen ihr Leben verloren haben. Im steirischen Verkehrssicherheitsbeirat wollen wir der daraus entstehenden Verantwortung täglich gerecht werden“, sagt Wolfgang Staudacher, Leiter der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion Steiermark.

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