18.09.2021 20:00 |

Peter F. Pfister

Tiroler Friseurmeister zum Weltpräsidenten gekürt

Der 59-jährige Peter F. Pfister ist neuer Weltpräsident der Friseurvereinigung „Intercoiffure Mondial“. Der Zillertaler steht somit ab sofort mehr als 2000 Friseuren und 50.000 Mitarbeitern in 42 Ländern vor. Die „Krone“ hat ihn zum Interview gebeten.

„Krone“: Herr Peter F. Pfister, Sie sind ein umtriebiger Tiroler Friseurmeister mit jahrzehntelanger Erfahrung. Sie haben in Ihrer Branche bereits viele nationale und internationale Projekte realisiert und diverse Ämter ausgefüllt. Nun bekleiden Sie, ein waschechter Zillertaler, als Weltpräsident die Spitze der in Paris ansässigen, weltumspannenden Friseurvereinigung „Intercoiffeur Mondial“. Ist das ein Ritterschlag?
Peter F. Pfister: Ja, das kann man so sagen. Ich hatte mit zwölf Jahren das Ziel, ein international bekannter Friseur zu werden. Das habe ich nun mit 59 Jahren erreicht.

Haben Sie sich für diese Position aktiv beworben?
Der bisherige Präsident übte diese Funktion 21 Jahre aus. Er hatte vor Monaten verkündet, dass er sich zurückziehen werde. Im Frühjahr hat es für alle Mitgliedsländer der Organisation die Möglichkeit gegeben, Nominierungen abzugeben. Ich wurde von Österreich, Deutschland, Australien, der Schweiz und den USA nominiert. Bei der Wahl wurden 61 Stimmen abgegeben. 60 stimmten für mich, ich habe mich enthalten – ein einstimmiges Ergebnis.

Waren Sie überrascht?
Die Wahl ist im Laufe der vergangenen Wochen über ein Notariat per Briefwahl vollzogen worden. Ich habe eine Woche vor der Verkündung am vergangenen Montag erfahren, dass die Wahl auf mich gefallen ist.

„Habe mich irgendwie besonders gefühlt“
Da diese Vorab-Info inoffiziell war, habe ich den Gedanken immer wieder vor mich hingeschoben. Denn gültig war letztlich nur das, was am Montag verkündet wurde. Bis zu diesem Moment war ich relativ locker, doch bei meiner Antrittsrede bin ich mir schon irgendwie besonders vorgekommen. Einerseits ist das eine Befriedigung für Vieles, was ich in der Vergangenheit geleistet habe, andererseits habe ich die Herausforderung gesehen, dass wir eine extrem strake Gruppe sein können, wenn wir als solche auch gemeinsam auftreten.

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Bei meiner Antrittsrede bin ich mir schon irgendwie besonders vorgekommen.

Peter F. Pfister (59)

Was zeichnet den Friseurmeister Peter F. Pfister aus?
Ich habe die fachliche Voraussetzung, den Handwerksberuf mit all seinen Facetten aufgrund qualitativer Ausbildung zu repräsentieren und umzusetzen. Außerdem habe ich die diplomatischen Fähigkeiten, die individuellen Anliegen unserer Mitglieder, die in Wirklichkeit alle Individualisten sind, zu verbinden. Und die Basis war mit Sicherheit, dass ich im Weiterbildungsbereich mit der World Academie, die ich aufbauen durfte, Angebote für Mitarbeiter unserer Mitgliedersalons aufgebaut habe.

Dank welcher Ihrer Charaktereigenschaften sind Sie so weit gekommen?
Zum einen meine Zielstrebigkeit, dich ich oft unter Beweis gestellt habe. Zum anderen mein Optimismus, den ich stets an den Tag lege – auch wenn es Tiefschläge im wirtschaftlichen sowie privaten Leben gibt.

Was werden nun Ihre ersten Schritte in Ihrer Funktion als Weltpräsident sein?
Ich arbeite mit meinen drei Vize-Präsidenten, die aus Deutschland, Japan und der USA stammen, und dem Managing-Director daran, den Außenauftritt von ,Intercoiffeur Mondial’ zu verbessern. Dann steht die Frisuren-Mode-Kollektion 2022 vor der Tür und ein weiterer Fokus liegt etwa auf der Nachwuchsarbeit sowie auf unserer Charity-Organisation ,Education for Life’. Straßenkinder werden weltweit von Lehrern zu Friseuren ausgebildet und erhalten die Möglichkeit auf eine Anstellung bei „Intercoiffure“.

Der Sitz von „Intercoiffeur Mondial“ ist in Paris. Zieht es Sie somit ab sofort des Öfteren in die Stadt der Liebe?
Die Kern-Meetings werden derzeit online abgewickelt. Alle sechs bis acht Wochen werde ich jedoch in meinem Büro in Paris anwesend sein. Dort haben wir zwei Sekretärinnen, die fünf Sprachen beherrschen, und zum Beispiel viel Organisatorisches abwickeln. Je nach Bedarf reise ich zu größeren Events, die in der Welt stattfinden. Was das Reisen betrifft, müssen wir abwarten, was die Zukunft bringt.

Welche Botschaft haben Sie für Ihr weltweites Team?
Im Sinne des seit 1925 von den , Intercoiffeur Mondial’-Gründern geprägten Leitsatzes ist es besonders jetzt mit bzw. hoffentlich bald nach Corona notwendig, dass wir unsere individuellen Qualitäten und die Möglichkeiten des Wissensaustausches in Freundschaft Gleichgesinnter umsetzen.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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