Konzern "explodiert"

Andritz AG schraubt Gewinn 2010 deutlich in die Höhe

Steiermark
08.03.2011 13:33
Die Andritz AG, international führender Lieferant für Wasserkraftwerke, Papierfabriken, Umwelttechnik und und und, hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn in unfassbare Dimensionen geschraubt. Entgegen den Prognosen auch der optimistischsten Analysten stieg der Konzernumsatz 2010 um weitere elf Prozent auf sagenhafte 3,55 Milliarden Euro! Chapeau, die Steiermark darf stolz sein.

Von der kleinen Eisengießerei zu einem weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbaukonzern: Was sich da in einem Grazer Vorort im Laufe von gut 150 Jahren entwickelt hat, ist schlicht sensationell.

Seit 1990 haben die Andritzer mehr als 60 internationale Unternehmen gekauft und in ihre Gruppe integriert, den Personalstand auf knapp 15.000 aufgestockt. Das größte Los zog man dabei mit dem Erwerb der VA Tech Hydro 2006: Im Nu katapultierten sich die Steirer an die Weltspitze in Sachen Wasserkraftanlagen-Bau, ziehen in schöner Regelmäßigkeit die dicksten Auftrags-Fische an Land. Was die Aktionäre (2001 erfolgte der Börsengang) besonders freut: Mittlerweile kann man die Dividende auf 1,70 Euro je Aktie erhöhen.

Von Umweltschützern hagelt's Proteste
Auch wenn's manche Umweltschützer, die vor allem das Andritz-Engagement bei Staudamm-Projekten heftig kritisieren, nicht gerne hören: Viele Steirer sind stolz auf das, was aus der kleinen Eisengießerei geworden ist.

"Wir erwarten auch heuer ein positives Marktumfeld", ist Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leitner optimistisch, im Wasserkraftbereich werde man weiter zulegen. 2010 steigerte man den Umsatz auf 3,55 Milliarden Euro, ein auch von Analysten nicht vorhergesehenes Plus von elf Prozent.

Daten und Fakten

  • Alle Geschäftsbereiche konnten den Umsatz 2010 deutlich steigern. Der Auftragseingang der Gruppe erhöhte sich um 23,4 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.
  • Einige Großaufträge sollen heuer den Umsatz weiter erhöhen: Etwa 800 Millionen Euro könnte ein Zellstoffwerk in Uruguay in die Kassen spülen, 330 Millionen sind es bei einem Wasserkraftwerk in Brasilien. Das ist einmalig in der steirischen Wirtschaftsgeschichte.
  • Der Hauptsitz der Gruppe, die weltweit knapp 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in Graz, der Anlagenbauer verfügt weltweit über 120 Produktionsstätten sowie Service- und Vertriebsgesellschaften.

von Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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