Eine Darmgrippe hatte den 21-jährigen Berghausener in Wiener Neustadt zu Beginn an die Ersatzbank gefesselt - 13 Minuten nach der Einwechslung wurde er aber zum "Jolly Joker": "Reiter hat meinen Schuss noch abgefälscht", analysierte er den 18-Meter-Hammer am Sonntag daheim in der südsteirischen Weingegend beim Spaziergang mit seinem Golden Retriever, "ich glaub aber, er wär auch so reingegangen - wurscht, drinnen war er!"
Seiner persönlichen Statistik (zwei Meisterschaftstore, eines im Cup) misst der Ex-Italo-Legionär ohnehin nicht zu viel Bedeutung bei: "Tore sind für jeden Offensivspieler extrem gut für Selbstvertrauen, aber für mich ist's wichtiger, dass die Mannschaft gewinnt. Torjäger bin ich ja keiner - mehr ein spielerischer Typ, der auflegt." Wie sein Vorbild Cesc Fabregas von Arsenal.
Eine Sehnenscheidenentzündung und drei Wochen Pause in der Vorbereitung machten den Saisonauftakt ein wenig schwierig - beflügelt vom ersten Erfolgserlebnis soll's jetzt aber richtig losgehen: "Am Mittwoch haben wir daheim den Nachtrag gegen die Innsbrucker. Gegen die hab ich beim letzten 3:1-Auswärtssieg mein erstes Tor gemacht. Wenn wir erneut gewinnen, sind wir auf vier Punkte an denen dran."
Nur nächstes Spiel zählt
Vom angepeilten Kapfenberger-Punkte-Rekord (36) will er genau so wenig reden wie von seiner Zukunft ("Ich hab noch zwei Jahre Vertrag in Frosinone, da ist so vieles ungeklärt") - wichtiger: Zu zeigen, dass man mit den Großen mithalten kann. Die Gedanken gelten nur dem nächsten Spiel: "Der erste Frühjahrssieg muss her!" Dafür wird er sich "dopen": "Ich hab noch etwas Zwieback daheim!"
von Volker Silli, "Steirerkrone"
Archivbild
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