"Stmk Inoffiziell"

Weiße Weste statt Plagiat bei weiß-grünen Politikern

Steiermark
06.03.2011 10:55
Die Affäre um die Doktorarbeit des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg hat hohe Wellen geschlagen. Die "Krone" hat sich schlaugemacht: Wie schaut's mit den Diplomarbeiten und Dissertationen der steirischen Landespolitiker aus?...

Ganz oben wird die Luft halt dünn! Diese (bittere) Erfahrung haben viele Politiker machen müssen. Besonders erwischt hat es zuletzt den smarten Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg - Spitzname Googleberg -, der ja wegen einer abgekupferten Dissertation als deutscher Verteidungsminister den Hut hat nehmen müssen.

Ja, und in Sachen wissenschaftliche Arbeit steht auch unser KHG, Ex-Minister Karl-Heinz Grasser, unter Verdacht - oder besser unter universitärer Beobachtung. Ob's bei dessen Diplomarbeit zur Erlangung des Magistertitels Machloikes gegeben hat, wird von der Uni Klagenfurt hochnotpeinlich untersucht.

Da drängt sich natürlich die Frage auf: Wie schaut's denn mit den Diplomarbeiten und Dissertationen unserer steirischer Landespolitiker eigentlich so aus? Unter den neun Regierern gibt's sechs Akademiker, und diese betonen unisono, reinstes wissenschaftliches Gewissen zu haben. Sprich: Abschreiben war verpönt.

Drei Damen der Regierung allesamt Juristinnen
Ladies first: Die drei Damen in der Regierung sind allesamt Juristinnen. Bettina Vollath absolvierte nach der alten Studienordnung ein Doktoratsstudium, für das damals eine Dissertation nicht vorgesehen war. Kristina Edlinger wiederum dissertierte beim Strafrechtler Robert Seiler. Für die Arbeit "Der Handlungsbegriff im Strafrecht" gab's ein "Sehr gut". Und Elisabeth Grossmann - Benotung "Gut" - diplomierte über "Die Reform der Dienstleistunghaftung vor dem Hintergrund der europäischen Rechtsentwicklung".

Landeshauptmann Franz Voves war in seinem Betriebswirtschaftsstudium ordentlich unterwegs. Trotz Spitzensport - er spielte ja Eishockey - hat er seine Diplomarbeit, Titel "Die Novellierung des Ges.m.b.H. Gesetzes", bereits als 25-Jähriger approbiert bekommen. "Personalentwicklung in Nonprofit-Organisationen am Beispiel der Wirtschaftskammer" brachte den Magister, die Dissertation "Wirtschaft im Spannungsfeld von Zentrum und Peripherie" dann den Doktor der Betriebswirtschaft für Christian Buchmann, den Doppelakademiker in der Landesregierung. Gerhard Kurzmann, der FPÖ-Landesrat, ist im Brotberuf Historiker. "Kaiser Maximillian I. und das Kriegswesen der Österreichischen Länder und des Reiches" war das Thema seiner Doktorarbeit.

Was Anständiges g'lernt hat aber auch das nichtakademische Regierer-Trio. Hermann Schützenhöfer ist gelernter Einzelhandels-Kaufmann, Siegi Schrittwieser Schlosser und Hans Seitinger wurde zum Großhandelskaufmann ausgebildet.

"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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