Zu sehen auf VOX

Steirisches Ehepaar bringt armen Tieren Hoffnung

Steiermark
21.08.2021 09:37

Sie retten Welpen, die reglos zwischen ihren toten Geschwistern liegen, bergen verletzte Tiere aus Glasscherben, holen halb verhungerte Vierbeiner aus Müllbergen, die gigantisch sind: Das große Engagement des steirischen Ehepaares Midzan für Streuner in Bosnien wird nun sogar in einer populären TV-Sendung gewürdigt.

Es sagt sich so schnell: Sie helfen mit ganz viel Herzblut und Engagement. Aber für den Feldkirchner Michael Midzan heißt das: Allein seit Juni ist der Familienvater jedes Wochenende ins bosnische Bihac gefahren. Gemeinsam mit Ehefrau Amra hat er seit der Gründung ihres Vereins „Ein Herz für Hunde“ im Jahr 2019 360 Tiere gerettet, 245 auf gute Plätze vermittelt, 500 Streuner vor Ort kastrieren lassen.

Gemeinsam stemmt das Ehepaar die Kosten von 10.000 Euro im Monat, einen Großteil davon aus der eigenen Tasche. Um Tiere, die keiner haben will, in Pflegestellen unterzubringen, medizinisch behandeln zu lassen oder allein drei Tonnen (!) Futter zu bringen. Alles in Eigenregie, „damit jeder Euro dort ankommt, wo er ankommen soll“.

Warum das alles? „Weil du, wenn du das Elend einmal gesehen hat, sicher nicht mehr wegschauen kannst. Die Deponie vor Bihac ist mehrere Quadratkilometer groß. Weil nicht ordentlich getrennt wird, sind bei bestialischem Gestank Spritzen genauso zu finden wie Windeln, Flaschen oder Kleider.“ Und kärgliche Essensreste, um die sich die Streuner reißen. 3000, so wird geschätzt, kämpfen hier ums Überleben. Sie werden einfach aus dem Auto geschmissen - „einmal sind aus einem Autofenster sieben Welpen geflogen“ -, „entsorgt“, zum Sterben hergebracht. „Einer hat direkt neben unserem Team auf der Deponie seinen Hund erschossen und liegen gelassen. Das fasst man dann einfach nicht.“

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Jedes einzelne Leben, das wir retten können, bringt uns Kraft

Tierschützer Michael Midzan

Das Team der bekannten Vox-Sendung „hundkatzemaus“ wurde auf die Steirer aufmerksam und begleitete das Ehepaar vier Tage lang. „Sie waren so entsetzt, dass sie, sobald die Kamera ausgeschaltet war, selbst bei der Versorgung mitgeholfen haben “, so Michael Midzan.

Was ihn und seine Frau antreibt: „Wir können nicht jedem Hund hier helfen, das wissen wir auch. Aber jedes einzelne Leben, das wir retten können, gibt uns die Kraft weiterzumachen.“

Zu sehen am 28. August um 18 Uhr auf VOX.

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