Gefährlicher Spaß

900 Rodler landen pro Jahr im Krankenhaus

Tirol
25.02.2011 17:15
900 Personen pro Jahr verletzen sich in Tirol beim Rodeln so schwer, dass sie im Spital landen. Typisch ist ein aktueller Rodelunfall in Holzgau, bei dem ein 13-Jähriger ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. "Tirol ist das Bundesland mit den meisten Verletzten beim Rodeln", so Norbert Blaha (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Besonders gefährlich ist es, mit dem Kopf voran zu rodeln. Das Risiko einer Kopfverletzung ist dabei sehr groß – fast jeder zehnte verletzte Rodler erlitt eine Kopfverletzung. Etwa die Hälfte der Verletzten bei Rodelunfällen zog sich einen Knochenbruch zu. Viele Unfälle sind auf Kollisionen mit festen Hindernissen und Stürzen zurückzuführen, nachdem aufgrund zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über die Rodel verloren ging.

Ein Drittel der Unfälle beim Nachtrodeln
Nachtrodeln ist beliebt. Dies zeigt sich auch in den Unfallzahlen: "Rund ein Drittel aller Unfälle passierte in der Nacht." Unabhängig davon, ob man untertags oder in der Nacht rodelt: Am besten fährt man auf eigens angelegten Rodelpisten hinunter." Auf keinen Fall sollten schneebedeckte Straßen oder Forststraßen gewählt werden, die nicht zum Rodeln freigegeben sind", rät Blaha. Denn die Gefahr von Zusammenstößen mit Fahrzeugen, Personen oder Gegenständen ist hier besonders groß.

Tiroler Krone

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