30.07.2021 08:00 |

E-Autos

Steirische Start-ups erfinden das Aufladen neu

Zwei steirische Start-up-Firmen entwickeln derzeit Lade-Systeme für E-Autos, bei denen der Mensch keinen Handgriff mehr tätigen muss. Nun wollen sie den Weltmarkt erobern.

Man muss nur parken – und das nicht einmal am exakt richtigen Spot“, gibt sich Christian Flechl begeistert. Der Grazer hat seine Firma Volterio 2016 gegründet – und ist derzeit kurz davor, einen Deal im zweistelligen Millionenbereich mit einem großen Auto-Zulieferer abzuschließen. Sein Konzept: ein zweiteiliges Ladesystem für E-Autos. Ein Teil wird im Bauch des Autos verbaut, ein anderes auf den Parkplatz gelegt und angesteckt – „ganz ohne komplizierte Installation“, wie Flechl betont.

Was man für Volterio braucht, ist also ein Stellplatz, eine Steckdose und das am Auto installierte Teil. „Das jetzt bald auch serienmäßig verbaut werden wird. Wir arbeiten mit neun der vierzehn größten Auto-Hersteller auf der ganzen Welt zusammen.“

Für den öffentlichen Bereich gibt es übrigens Volterio pro. Hier wird die Ladestation ganz im Boden verbaut. „Am wichtigsten ist aber die eigene Garage. 90 Prozent des Ladens passiert nämlich dort.“

„Lade-Infrastruktur ist größte Herausforderung“
Die gleiche Idee hatte auch der Grazer Hermann Stockinger. 2016 hat er Easelink gegründet. Sein „Matrix Charging“-System setzt sich auch einer Fahrzeugeinheit und einem Lade-Pad am Parkplatz zusammen. Sobald das Fahrzeug über dem Lade-Pad parkt, senkt sich die Fahrzeugeinheit vollautomatisch auf die Ladeplatte ab und lädt das Fahrzeug. „Die größte Herausforderung für E-Mobilität ist heute der Ausbau der nötigen Lade-Infrastruktur“, sagt Stockinger. Sein System soll den Komfort erhöhen und Barrieren im öffentlichen Raum, wie Kabel und Säulen, vermeiden. Die Lade-Pads auf den Parkplätzen sind extrem stabil und wetterbeständig.

Der Erfolg stellt sich schon ein: Ein Pionierprojekt mit dem Grazer Carsharing-System tim läuft seit Sommer 2020. Und auch mit den ÖBB und dem ÖAMTC arbeitet Easelink erfolgreich zusammen – vor allem in der Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen.

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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