"Schöner als daheim"

Betreute Wohnformen für Senioren als Renner

Steiermark
21.02.2011 09:30
Die Klassiker bei der Betreuung sind immer mobile Dienste gewesen, die ins eigene Zuhause kommen, oder Pflegeheime. In die Nische dazwischen fuhren Anbieter mit betreutem Wohnen für Senioren - und diese sind vom Zulauf selbst restlos überrascht. 23 "Neue Lebensräume"-Häuser sind bei uns schon in Betrieb; es werden mehr.

"Es ist wie daheim - nur schöner!" Die drei Damen (Bild), die wir in einer betreuten Wohngemeinschaft eines Anbieters ("Neue Lebensräume") besuchen, sind von ihrem neuen Zuhause begeistert: "Jede von uns hat ihren Bereich, das nach eigenen Vorstellungen eingerichtete Zimmer. Jeder kann sich zurückziehen. Und wenn wir Gesellschaft wollen, trifft man sich in der Küche oder im Wohnzimmer."

Gemeinsam statt einsam
Oder sie gehen gemeinsam mit ihren Betreuern einkaufen, zum lockeren Französischlernen - spielerisch über Kartenpartien oder Kochrezepte - oder auch zum Gedächtnistraining. Das Schlüsselwort ist jedenfalls: gemeinsam. "Das ist die Idee dahinter", erklärt "Neue Lebensräume"-Geschäftsführer Karl Trummer. Angeboten werden eben Wohngemeinschaften oder auch einzelne Wohnungen für Senioren oder Paare, die in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinde realisiert werden.

Für Menschen, die noch selbständig wohnen können und wollen - und zu denen Betreuung ins Haus kommt. "Die geht nicht einkaufen - sie geht mit einkaufen, zum Beispiel. Das macht man eben alles gemeinsam", sagt Trummer. "Ziel ist es, Selbständigkeit so lange wie möglich zu erhalten." Und der Vereinsamung entgegen zu wirken, die speziell beim Tod eines Partners zur Selbstaufgabe treiben und der erste Schritt in die Pflegebedürftigkeit sein kann.

Günstig dank Förderungen
Seit 2006 gibt es, ausgehend von Graz, derartige Wohnprojekte. "23 Häuser haben wir mittlerweile in der ganzen Steiermark, für 300 Personen", erklärt Trummer. Doch das Interesse ist so enorm, dass man in großem Stil ausbaut: "Wir machen Verträge mit 50 weiteren Gemeinden, stehen bei den Projekten zwischen Konzipierung und knapp vor Fertigstellung." Die Gemeinden seien froh, dass sie für "ihre Leute" auch im Seniorenalter Alternativen in der gewohnten Umgebung anbieten können. Dank Förderungen gäbe es bei dieser Form auch günstige Varianten ab 340 Euro im Monat.

300 Mitarbeiter sind aktuell für die Senioren im Einsatz. Trummer: "Qualifizierte Kräfte zu finden wird schwieriger, ist aber im Moment kein Problem." Womit sich durch das Projekt auch sehr gute Jobaussichten für Interessierte mit Heimhilfe-Ausbildung ergäben.
Dem fröhlichen Damentrio jedenfalls gefällt's. Und noch ein Plus: "Einer passt hier auf den anderen auf. Da kann uns gar nix passieren!"

Infos: www.neue-lebensraeume.at, Telfonnummer: 0316/2280-97.

von Christa Blümel, "Steirerkrone"

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