Kritik von Gurgiser

"Transitdebatte wird mit gezinkten Karten geführt"

Tirol
19.02.2011 17:23
Kein gutes Haar lässt LA Fritz Gurgiser, seit Jahren Vorkämpfer gegen die Transitbelastung, an der angedachten Unterinntal-Maut für Lkws. Zuletzt sprach sich ja auch LH Günther Platter für eine höhere Maut zwischen München und Verona aus. "Das schadet nur der Tiroler Wirtschaft und den Konsumenten", so Gurgiser.

Immer wieder werde in der laufenden Transitdebatte mit "gezinkten Karten" der Bevölkerung ein völlig falsches Bild vermittelt. So wird immer wieder die Mär von der Verlagerungsgarantie ins Spiel gebracht – als Voraussetzung für eine Zustimmung zum Brenner Basistunnel. „Entweder haben die Erfinder dieses Schlagwortes noch nicht kapiert, dass wir seit 1995 Mitglied der EU sind oder sie gaukeln der Bevölkerung bewusst etwas vor, was mit dem EU-Recht nicht vereinbar ist“ so Gurgiser zur "Krone".

"Kein einziger Lkw wird auf die Schiene verlagert"
Ähnlich verhalte es sich mit der Unterinntal-Maut. "In Wahrheit werden nur die Tiroler Nahversorger und Konsumenten belastet, kein einziger Lkw wird auf die Schiene verlagert und kein einziges Gramm Stickoxid reduziert. International wird Tirol dadurch zur Lachnummer erklärt", sagt Gurgiser.

In einer Zeit, in der die Preise für alles nach oben gehen, sei das nicht nur ein Schildbürgerstreich, sondern eine bewusst in Kauf genommene Verschlechterung des eigenen Lebens- und Wirtschaftsstandortes!

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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