18.02.2011 16:12 |

"Krone"-Interview

Grippe: Weiterhin großer Ansturm auf Grazer Kinderklinik

Die neue Grippe trifft derzeit neben Älteren und Risikopatienten auch junge, gesunde Leute in der Steiermark. Ganze Klassen waren vor den Semesterferien schon "entvölkert", Schulskikurse fallen aus, allein auf die Grazer Kinderklinik kommen täglich 150 kleine Patienten. Die "Steirerkrone" hat Klinik-Chef Wilhelm Müller (Bild) zur aktuellen Lage befragt.

"Krone": Herr Professor Müller, erst kürzlich hat die "Krone" berichtet, dass Sie eine zweite Ambulanz brauchen würden, um den Ansturm zu bewältigen. Wie ist der aktuelle Stand?
Wilhelm Müller: Unverändert. An die 150 Patienten, vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen, mit teils schwersten Symptomen, kommen täglich. Wir haben derzeit sogar Betten im Gang. Betroffene sind bis zu 14 Tage da!

"Krone": Dann hat die Grippe heuer besonders harte Folgen?
Müller: Infektionen verlaufen meist zweigipfelig, also im Zwei-Jahres-Rhythmus - und heuer ist es intensiv. Problem ist auch, dass die Neue Grippe oft einen sehr schweren Verlauf nimmt und vor allem die Lungen schädigt - bis hin zum Versagen.

"Krone": Wie erklärt sich, dass es diesmal auch so viele junge Gesunde derart heftig trifft?
Müller: Damit, dass das Virus eine immense Kraft hat. Aber betroffen sind genauso Ältere und Risikopatienten.

"Krone": Die Ärzteschaft ist sich bei dem Thema nicht einig, Sie raten aber grundsätzlich zur Impfung. Zahlt sich das jetzt überhaupt noch aus?
Müller: Ja. Laut Virologen dauert der Höhepunkt noch zwei Wochen. Aber auch danach kann man sich noch anstecken. Wir klären im Moment speziell Mütter mit Säuglingen auf.

Interview: Christa Blümel, "Steirerkrone"

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