Tief zerknirscht saß der 55-jährige Koch vor Richterin Gabriele Lukasser und bekannte sich vorbehaltlos schuldig. Er hatte vom Konto des Sparvereines aus dem Lokal seiner Frau von Jänner bis September 2010 insgesamt 30.000 Euro in seinen Besitz gebracht.
"Ich hatte damals etwa 19.000 Euro Schulden, die ich immer termingerecht abstotterte. Dann hat es bei mir plötzlich ausgesetzt und ich musste jedes Mal wenn ich in der Stadt war, teure Kleidungsstücke und einmal auch eine sündteure Markenuhr kaufen", schilderte der Angeklagte. Wie er erzählte, wurde es ihm in der Unterländer Raiffeisenbank auch sehr leicht gemacht: "Die zahlten mir nach einem Schmäh Geld aus, obwohl ich zu einer Behebung gar nicht berechtigt war."
Als die Sache aufflog, reiste der Koch kurzfristig nach Thailand, kam aber rasch wieder zurück und stellte sich der Polizei. Weil er schon begonnen hat, den Schaden gutzumachen, gab es ein mildes Urteil: 1.440 Euro Geldstrafe und acht Monate bedingte Haft.
von Werner Kriess, "Tiroler Krone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.