Kalkkögel-"Kampf"

Alpenverein: "Streit gefährdet auch alle anderen Gebiete"

Tirol
16.02.2011 09:06
Der "Kampf" um die Kalkkögel tobt bereits seit Monaten: Touristiker und Regionalpolitiker pochen auf den Verbindungslift Schlick-Lizum und reden von Wirtschaftlichkeit. Zahlen gibt's aber keine. Indessen sammelte der Alpenverein fast 6.000 Unterschriften von Gegnern.

"Es geht nicht um eine oder zwei Säulen beim Verbindungslift", stellt Christian Wadsack, Präsident des Österreichischen Alpenvereins, klar. "Diese Seilbahn zwischen Schlick und Lizum wäre nur ein Türöffner für eine große Skigebietserweiterung im Ruhegebiet."

Sorgen, einen "Präzedenzfall" zu schaffen, macht sich auch LHStv. und Naturschutzreferent Hannes Gschwentner: "Es geht hier um die Vorbildwirkung. Greift man die Kalkkögel an, würden sofort andere Touristiker mit der Forderung nach Gleichbehandlung ausbauen wollen."

Gschwenter verweist außerdem erneut auf die rechtliche Situation: "Laut Alpenkonvention darf im Ruhegebiet nicht gebaut werden. Erlauben wir es hier, würden wir alle Schutzgebiete in ganz Österreich infrage stellen." Vom Alpenverein erhielt Gschwentner zur Unterstützung eine Sammlung von 5.823 Unterschriften. Weitere sollen folgen: "10.000 haben wir uns als Ziel gesetzt", kündigt der Alpenvereinspräsident an.

Die Touristiker rücken hingegen stets die Wirtschaftlichkeit eines Großskigebiets in den Vordergrund. Die Kleinen schreiben einzeln rote Zahlen. Wadsack bezweifelt, dass sich das automatisch ändern würde: "Hier wird immer die Wirtschafts- und Arbeitsplatzkeule geschwungen. Aber es gibt dazu gar keine Zahlen und Berechnungen."

von Manuel Diwosch, "Tiroler Krone"

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