"Der Schuss war so laut, dass ich meinte, das Haus bricht ein. Meine Frau fürchtet sich jetzt sogar draußen", erzählt Heinz Mair, Landwirt des Garzanhofs in Rum, sichtlich geschockt. Vergangenen Donnerstag gegen Mitternacht beendete dieser Schuss das Leben des Familienhundes. Acht Jahre wachte "Grisu", ein 40-Kilo-Labrador-Bernhardiner-Mischling, über das Grundstück. Der große, friedliche Hund war im Ort weithin bekannt. "Auch unter den Jägern", betonte Mair. Und eine Verwechslung mit einem Fuchs ist auszuschließen.
Spaziergänger fanden Grisu
Jener Jäger, der geschossen hatte, kam sich nicht einmal entschuldigen. Im Gegenteil: Er ließ den toten Hund einfach liegen. Erst Spaziergänger fanden Grisu am nächsten Tag. Heinz Mair war geschockt. Er rief den Jagdpächter Norbert Rief an und wollte eine Erklärung. Stattdessen warf Rief ihm an den Kopf: "Dort ist Jagdgebiet!" Mehr sagte Rief auch der "Krone" nicht.
Kugel als Beweis aus Tier geschnitten
Doch Mair will das nicht hinnehmen: "Ich habe die Kugel aus dem Hund geschnitten und mit diesem Beweisstück Anzeige erstattet." Mair fordert nun eine Erklärung und eine Entschuldigung. Die Polizei machte den Schützen bereits ausfindig. Rechtlich ist zu klären, ob er im Jagdgebiet auch den Hund des Grundbesitzers "jagen" darf.
von Manuel Diwosch, Tiroler Krone









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