12.07.2021 09:00 |

Millionenprojekt Vomp

Neues Verteilzentrum der Post ohne Gleisanschluss

„Die Post bringt allen was“ lautet einer der Slogans von Österreichs Brief- und Paketzusteller. Aus dem Verteilzentrum in Hall kommen ab Herbst keine Briefe mehr. Nach 17 Jahren werden dort die Tore dicht gemacht. Dafür öffnet in Vomp ein neues Brief- und Paketzentrum, in das rund 25 Millionen Euro investiert wurden. Ein Anschluss an die Bahn wie in Deutschland ist nicht geplant.

Bei unserem großen Nachbarn wird fleißig daran gearbeitet, Briefe und Pakete vermehrt über die Schiene zu transportieren, wie die Zeitung „Handelsblatt“ berichtete. Hierfür möchte man freilich auch die Verteilzentren an das Schienennetz anbinden. Keine leichte Aufgabe: Denn zwar sind zahlreiche Zentren bereits ans Bahnnetz angeschlossen, häufig sind die Strecken aber nicht elektrifiziert und mit strengen Geschwindigkeitsbeschränkungen belegt.

Bis zum Jahr 2050 will die Deutsche Post jedenfalls komplett klimaneutral arbeiten. Dabei wird neben dem Bahntransport auch auf emissionsfreie Transporter gesetzt.

„Transport über Schiene bei uns nicht möglich“
Für das neue Verteilzentrum in Vomp, aber auch andere Zentren in Österreich, ist ein Anschluss an das Schienennetz bzw. der Transport von Briefen und Paketen mit dem Zug keine Option, wie Markus Leitgeb, Pressesprecher bei der Österreichischen Post, auf Nachfrage der „Tiroler Krone“ mitteilt: „Ein Transport von Briefen und Paketen per Bahn würde wesentlich länger dauern und wäre aufgrund der strengen Laufzeitvorgaben des heimischen Postmarktgesetzes sowie auch der Erwartungen vonseiten unserer Kunden nicht möglich.“

Bis zum Jahr 2030 soll Zustellung CO2-frei sein
Zugleich betont Leitgeb, dass die Österreichische Post bei der Reduktion von CO2-Emissionen seit Jahren eine internationale Vorreiterrolle bekleide. „Bereits seit 2011 werden alle Sendungen CO2-neutral zugestellt, bis 2030 wird das sogar CO2-frei erfolgen.“ Hierfür erzeuge man schon heute grünen Strom durch Fotovoltaikanlagen und betreibe mit 2100 E-Fahrzeugen die größte E-Flotte Österreichs. „Auch im Schwerlastverkehr arbeiten wir am Einsatz von neuen Technologien, beispielsweise von grünem Wasserstoff“, sagt Leitgeb abschließend.

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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