Um 21.15 Uhr erwartete Susan R. ihren Freund, mit dem sie einige Minuten zuvor telefoniert hatte: "Es hat geklingelt, dann leise an die Tür geklopft." Die 21-Jährige öffnete die Tür, weil sie dachte, ihr Freund würde sich einen Scherz erlauben: "Doch da hat jemand die Tür aufgetreten. Ich bin hingefallen und hab plötzlich zwei Maskierte gesehen. Es war schrecklich, wie im Film!"
21-Jährige hatte Pistole an der Schläfe
Die wehrlose Frau schrie um Hilfe, doch das ließ die Täter unberührt. "Wo ist Neno, wo ist die Ware?", brüllte einer, der andere presste den Lauf einer Pistole gegen die linke Schläfe seines Opfers: "'Ich kenn keinen Neno, um welche Ware geht es denn?', hab ich geantwortet, doch das war den Typen so was von egal. Mit Kabelbindern haben sie mir die Hände vor dem Körper gefesselt, mich mit einem Kleidungsstück geknebelt. Dann haben sie mich ans Bett gebunden."
Susan R. wurde mehrmals mit Mord bedroht - man werde ihr den Bauch aufschlitzen, ihr den Kopf abschneiden. Schließlich begnügten sich die Eindringlinge mit zwei Laptops und dem Inhalt der Handtasche des Opfers - ein Handy, Dokumente, 70 Euro Bargeld. Erst 30 Minuten danach konnte sich die Frau von ihren Fesseln befreien. Sie lief aus der Wohnung, schrie um Hilfe, doch im Haus war gerade niemand.
"Ich such mir eine neue Wohnung"
Also rannte sie ins Freie und versuchte, ein Auto zu stoppen. Ein etwa 40 Jahre alter Mann blieb stehen und brachte Susan R. zur Polizeiinspektion Karlauerstraße, wo sie Anzeige erstattete. In die Wohnung will sie nicht zurück: "Jetzt bleibe ich bei meiner Mutter und such mir eine neue Wohnung."
Die Polizei sucht nun jenen Autofahrer, der dem Raubopfer half, und nach weiteren Zeugen (059133/65-3333).
von Manfred Niederl, "Steirerkrone"









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