Am Samstag hat die Steiermark den Vertrag für dass 1-2-3-Ticket unterzeichnet. Im Gegenzug bekommt das Land 1,4 Milliarden Euro für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs - die „Krone“ hat diese Pläne bereits vorab enthüllt. Aber: Graz geht nicht nur leer aus, Jahreskartenbesitzer zahlen bei dem Deal sogar noch drauf.
Im Steiermark-Paket enthalten sind eine S-Bahn-Taktverdichtung, die Elektrifizierung der GKB und der Ostbahn. Der Ostbahn-Streckenabschnitt Raabtal wird auf 160 km/h ausgebaut. Investiert wird auch in die Radkersburger Bahn, die Thermenbahn, die Salzkammergutbahn etc.
Graz hingegen bekommt nicht einmal die im Vorfeld erwarteten 40 Millionen Euro, sondern gar nichts - null! Im Rathaus war man, gelinde gesagt, baff. Es gibt also weiterhin keine Finanzierungszusage für die bereits in Bau befindlichen Linien nach Reininghaus und zur Smart City sowie für die zweite Innenstadt-Trasse. Dabei ist das nur der Anfang des Straßenbahn-Ausbaus!
Es gibt nur Absichtsbekundungen: Es werde ein eigenes Graz-Paket geben, heißt es. Man sei bereit, „Neubauinvestitionen in ober- oder unterirdische Stadtbahn- und Straßenbahnlösungen“ mitzufinanzieren. In Graz gibt es bekanntlich auch Pläne für eine U-Bahn.
Künftig keine Graz-Jahreskarte mehr?
Die Öffi-Jahreskarte kostet in der Murmetropole 315 Euro. Nach jetzigem Stand wird es künftig nur noch eine für die ganze Steiermark geben - sie sollte 365 Euro kosten, wird mit voraussichtlich 550 Euro aber deutlich teurer.
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.