"Missverständnis!"

FH-Doktoranden in Kufstein haben Angst vor Abzocke

Tirol
10.02.2011 09:13
Mehrkosten von 15.803,10 Euro, mehr Lehrveranstaltungen, ein Jahr länger Studieren und Prüfungen werden nicht angerechnet – diese Informationen haben die Doktoranden der Betriebswirtschaft an der FH-Kufstein erschreckt. Der Studiengangleiter versucht nun, zu beruhigen: "Totales Missverständnis! Die Probleme sind gelöst."

25 Studenten des Doktoratstudienganges der Forschungs GmbH an der FH-Kufstein sind verwirrt: Sie unterschrieben im Herbst 2009 einen Studienvertrag, laut dem sie in drei Jahren einen Doktortitel erwerben können. Jährliche Kosten: rund 5.500 Euro. Dafür müssten sie sich formal nach dem ersten Jahr an der Universität Lettland einschreiben, denn diese vergibt den Titel.

Doch die lettische Hochschule schockte die Studenten erst mit schwammigen Informationen. Ende Jänner erhielten sie dann einen Vertrag, in dem zusätzlich 15.803,10 Euro an Studiengebühren eingefordert wurden. Zudem gab es vereinzelt Verträge, die für den Abschluss einen Wohnsitz in Lettland, sowie perfektes Lettisch verlangten. Unmöglich für die Österreicher, Deutschen und Schweizer! Außerdem würde die Studiendauer verlängert, abgelegte Prüfungen nicht angerechnet und zusätzliche Zeugnisse verlangt.

"Formulare sind eine Verwechslung"
Studienleiter Professor Josef Neuert teilte den Studenten via E-Mail mit, dass dies auch für ihn überraschend gekommen sei. Er wolle aber alles klären. Doch die Verunsicherung wuchs. Mittlerweile versucht Neuert zu beruhigen: "Die Formulare sind eine Verwechslung! Die Probleme sind gelöst. An die Studenten geht noch diese Woche ein erklärendes E-Mail und wir planen eine Info-Veranstaltung."

von Manuel Diwosch, Tiroler Krone

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