02.07.2021 09:00 |

Wieder Vollbetrieb

Hacker-Angriff: Keine Infos zu Lösegeld

Es war ein beispielloser Angriff auf den drittgrößten Molkereibetrieb Österreichs: Vor acht Tagen legten Hacker die SalzburgMilch lahm. Folge waren Produktionsausfälle und Lieferschwierigkeiten. Nun, acht Tage später, kehrt das Unternehmen in den Vollbetrieb zurück. Ob Lösegeld gezahlt wurde, wird nicht verraten.

Die „Krone“ berichtete über den Hacker-Angriff am 22. Juni. Die Folgen waren immens: Sämtliche Bereiche der SalzburgMilch waren von Systemausfällen betroffen, heißt es. Teile der Produktion fielen aus, sowie auch der Lieferung und Lagerung von Milchprodukten. Bereits produzierte Waren mussten zwischengelagert werden. Erst nach drei Tagen waren die ersten Lieferungen wieder möglich.

Nun, acht Tage später, konnten alle System wieder reaktiviert werden, erklärt Prokurist Florian Schwap. Seit Donnerstag läuft die Belieferung von Kunden wieder automatisch – es gilt wieder Vollbetrieb. Auf genauere Hintergründe und die Frage, wie es passieren konnte, wollte Schwap nicht eingehen: „Die forensischen Ermittlungen dauern an.“

Genauso unklar ist, warum ausgerechnet der Molkereibetrieb ins Hacker-Visier geriet: „Es könnte ein Zufallstreffer bei einem breiter gestreuten Angriff gewesen sein, aber auch gezielt ist möglich.“ Den Schaden wollte der Prokurist noch nicht beziffern. Man werde aber Konsequenzen ziehen. Schwap: „Wir waren sehr gut aufgestellt, und sind sehr gut aufgestellt.“

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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