Ein privater Kredit in der Höhe von 50.000 Euro, Spielsucht und die daraus resultierende Verzweiflung trieben die Angeklagte laut eigenen Angaben zu den vorgeworfenen Betrügereien. In ihrer Tätigkeit als Buchhalterin bei der Backhaus GmbH in Kufstein hatte sie eine weitreichende Prokura.
Regelmäßig transferierte sie Tausende Euro von einem der Geschäftskonten auf ihren privaten Bank-Account. Zwischen 2008 und 2010 häufte sich ein Schaden von mehr als 95.000 Euro an. Zur Verschleierung tarnte sie diese als Rechnungsbeträge. Eine Revision brachte die Missstände zu Tage.
Gutscheine vernichtet
Neben der Veruntreuung führte die gelernte Hotelfachfrau dem Bäcker noch einen weiteren finanziellen Schaden zu: Die Frau hat Rechnungen des Bäcker Ruetz für ausgegebene und eingelöste Gutscheine in der Höhe von 29.000 Euro nicht wie vereinbart an die Tyrolean Airways GmbH weitergeleitet, sondern vernichtet. Auch hierzu war die Angeklagte geständig.
Richterin Helga Moser (Bild) brummte der Frau 16 Monate Haft auf, acht Monate muss sie absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone









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