Bericht an Botschaft

Tierquälerei in Polen hat diplomatische Konsequenz

Steiermark
07.02.2011 09:17
"Da gibt es nichts zu verharmlosen, nichts schön zu reden - das ist einfach nur entsetzlich." Auch der steirische Honorarkonsul von Polen, Gerold Ortner, war erschüttert über die Berichte der Tierschützer von einem barbarischen Viehmarkt in einer polnischen Stadt. Er wird jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, Kontakte nutzen.

Eine Kuh, der ein Horn abgerissen wurde, der das Blut über den ganzen Kopf schießt. Rinder, deren Euter zum Platzen voll gefüllt sind. Hochträchtige Kühe und völlig abgemagerte, die mit Tritten, Schlägen, Prügel aus den Anhängern getrieben werden. Schlecht wird einem bei jenen Schilderungen, die uns die Tier-WeGe (Aprecher Niki Kulmer wurde vor Ort mit einer Eisenstange geschlagen) von einem polnischen Viehmarkt machte. Der Bericht hat Fassungslosigkeit ausgelöst.

Honorarkonsul: "Ich lass da nicht locker!"
Gerold Ortner, unser polnischer Konsul, schickte sofort einen geharnischten Brief an die Botschaft. Auszug: "Wie Sie, sehr geehrter Herr Botschafter, sich überzeugen konnten, hat sich Polen in der Steiermark ein gutes Image aufgebaut. Alle sind auch überzeugt, dass Polen ab Mitte dieses Jahres den Vorsitz in der EU erfolgreich führen wird. Derartige Vorfälle fördern aber sicherlich nicht das Image." Ortner verspricht: "Ich lass da nicht locker!"

von Christa Blümel, "Steirerkrone"

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