Nach einer Zechtour kam der Fliesenleger um 2.45 Uhr stark betrunken heim in seine Parterrewohnung. Er bekam einen Gusto auf Pommes Frites, stellte eine Pfanne mit Öl auf den Herd und schaltete die Platte ein. Sekunden später überkam den Grazer die Müdigkeit, und er legte sich nieder.
Zugefallene Tür rettet Arbeiter das Leben
In der Vergangenheit war er zweimal rechtzeitig wach geworden, hatte zweimal einen Küchenbrand gerade noch verhindern können. Doch diesmal war es zu spät. "Der Mann ist durch einen Knall wach geworden, doch da hat es in der Küche bereits gebrannt", schildert ein erhebender Beamter. In Panik rannte der Arbeiter ins Stiegenhaus. Dann wollte er zurück in die Wohnung, doch die Tür war zugefallen. Das rettete ihm vermutlich das Leben.
Eine im zweiten Stock wohnhafte Nachbarin verständigte die Feuerwehr, die mit 21 Mann anrückte. In der Folge mussten zwölf Bewohner evakuiert werden. Einer davon war der 23-jährige Gernot S.: "Ich bin durch den Lärm wach geworden, meine Wohnung war verqualmt. Jetzt hoffe ich, dass der Rauchgestank bald aus der Wohnung verschwindet."
Der Fliesenleger und zwei Nachbarinnen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Sachschaden beträgt etwa 150.000 Euro.
von Manfred Niederl, "Steirerkrone"









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