14 Gebetshäuser gibt es in Graz. Vier davon gelten als bedenklich, weil dort Stimmung gegen westliche Werte gemacht wird. Diese Einrichtungen werden regelmäßig vom Staatsschutz observiert.
Wie viele Muslime mit Meinungs- und Pressefreiheit wenig anfangen können, zeigte sich 2006, als 600 Muslime - viele Frauen in Burka - in Graz auf die Straße gingen, um gegen die von einer dänischen Zeitung veröffentlichten Mohammed-Karikaturen zu protestieren. Die Empörung ging damals so weit, dass die zum Großteil muslimen Kolporteure einer Grazer Tageszeitung damit drohten, die Zeitung nicht auszuliefern, sollte die Chefredaktion islamkritische Passagen in der Berichterstattung nicht streichen lassen.
Ebenfalls ein Faktum ist, dass islamistische Vordenker auf Einladung von Vereinen - wie etwa des der Muslimbruderschaft nahestehenden "Liga Kulturvereins" - immer wieder Vorträge in Graz halten.
Rekrutierungen in Graz "möglich"
Dass Muslime in der Murstadt rekrutiert und in Terrorcamps in Pakistan ausgebildet werden, hält ein Beamter im Gespräch mit der "Krone" zumindest für "möglich". Dennoch müsse man die Kirche im Dorf lassen: Dafür, dass radikale Gruppen von Graz aus Anschläge vorbereiten würden, gebe es derzeit keine Anhaltspunkte.
Es sei allerdings nur eine kleine Minderheit, die die Muslime in Verruf bringe, heißt es aus dem Grazer Rathaus. "Bei jenen Leuten, die fundamentalistisch eingestellt sind, handelt es sich um eine Handvoll Menschen. Gesamt aber leben in Graz 15.000 Muslime."
Kronen Zeitung und krone.at









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