Land greift ein

1,1 Millionen Euro bewahren Vivarium vor dem Untergang

Steiermark
03.02.2011 09:01
Wieder rettet das Land Steiermark - und somit der Steuerzahler - ein touristisches Leitprojekt: Die Wassererlebniswelt Vivarium in Mariahof geht nicht unter, weil sich die Regierung auf eine Finanzspritze in der Höhe von 1,1 Millionen Euro geeinigt hat. Im Mai soll das Vivarium entschuldet und umgebaut durchstarten.

Exotische Tiere, Einblicke in die heimische Fischwelt, ein kleiner Wellnessbereich: Das Konzept des Vivariums war gut gemeint, ging aber nur bedingt auf. Die angestrebte jährliche Besucheranzahl von 70.000 wurde nie erreicht, der Schuldenberg (etwa 3,5 Millionen Euro) wurde daher nicht kleiner.

Wellnessbereich weicht Ausstellungsfläche
Bereits im Vorjahr spitzte sich die Situation zu, erster Rettungsring war eine 250.000-Euro-Überweisung. Zu wenig, wie sich bald herausstellen sollte. Seit Jänner ist das Vivarium geschlossen, ab 1. Mai geht es weiter. Dann wird der Wellnessbereich einer Ausstellungsfläche weichen, und auch die Entschuldung ist gelungen.

Denn am Donnerstag beschließt die Landesregierung eine neue Finanzspritze in der Höhe von 1,1 Millionen Euro, 400.000 Euro fließen in eine Neuausrichtung. Landeshauptmann Franz Voves (Gemeinden) und Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (Tourismus) teilen sich die Summe; die Altlasten bei den Banken sind damit Geschichte.

von Jakob Traby und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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