14.06.2021 09:00 |

Millionen fehlen

Touristiker kämpfen mit Mega-Budgetloch

Salzburgs Tourismusverbandsmanager sind alarmiert: Die Corona-Krise beschert große Löcher in den Budgets – bis 2023 dürften den Touristikern landesweit rund 60 Millionen Euro allein an Tourismusabgaben fehlen. „Wir hoffen nun auf Hilfe vom Bund“, sagt Manager Stefan Passrugger.

Große Aufgaben bei gleichzeitig klammen Kassen: Inmitten der Corona-Krise machen Salzburgs Tourismusverbänden nun die Finanzen große Sorgen. Durch den Ausfall der Wintersaison fehlen heuer rund 20 Millionen Euro an Nächtigungsabgaben, also den Ortstaxen. Zudem dürften bis 2023 schätzungsweise 60 Millionen Euro an Tourismusabgaben ausbleiben.

Und das stresst die Branche: „Die Situation ist angespannt, vor allem winterlastige Regionen sind betroffen“, sagt Stefan Passrugger, Chef des Tourismusverbandes Wagrain-Kleinarl.

Allein in seiner Region fehlen bis 2023 gut 2,2 Millionen an Nächtigungs- und Tourismusabgaben.

Die Touristiker hoffen nun auf Hilfe vom Bund. Viele Verbände konnten die Corona-Hilfen nicht in Anspruch nehmen, da sie Körperschaften öffentlichen Rechts sind. „Durch die behördlichen Sperren wollen wir wie die Zulieferer, wie Metzger oder auch Bäcker, behandelt werden. Die Nächtigungsabgaben fehlen, die Betriebe zahlen weniger Tourismusabgaben“, sagt Passrugger.

Erste Hilfen gab es bereits vom Land: Teils wurde die Kurzarbeit der Mitarbeiter übernommen. Nun wird beabsichtigt, für Darlehen der Verbände Ausfallhaftungen und Zinsen zu übernehmen, heißt es aus dem Büro des Landeshauptmannes.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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