Auch dank Gütesiegel

Weniger Unfälle: Steirische Pisten am sichersten

Steiermark
28.01.2011 09:08
Skiunfälle gehören zum Winter wie Minustemperaturen - und dennoch können die Steirer stolz sein: So sicher wie bei uns sind die Pisten sonst kaum wo! Mitverantwortlich dafür ist das "Pistengütesiegel", das vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde.

Ein Verschneider, schon liegt man im Schnee. Einmal unaufmerksam sein - und es kracht. Alle Wintersportler wissen: Der Weg von der Piste ins Spital ist kurz.

In der Steiermark passiert das zum Glück seltener als in anderen Regionen: Nur 1,16 Unfälle passieren pro 1.000 Skitage. Der Österreich-Schnitt liegt bei 1,30 Unfällen, im Nachbarland Schweiz sind es sogar 3,5.

"Gefährliche Stellen werden entschärft"
Auf die Fahnen heften können sich diesen Erfolg auch die Wirtschaftskammer und der Verein "Große schützen Kleine": Sie haben vor zehn Jahren das "Pistengütesiegel" ins Leben gerufen. "Neben Qualitätsstandards verpflichten sich die Liftbetreiber, alle Unfälle genau zu dokumentieren und uns die Daten zu schicken. Besonders gefährliche Stellen werden entschärft", erklärt Chirurg Michael Höllwarth. Mögliche Maßnahmen: ein Netz, neue Pistenführung, Abholzung usw. 

13 Skigebiete tragen Siegel
13 steirische Skigebiete tragen das Siegel, sie decken 85 Prozent der Pisten ab. Seilbahnen-Obmann Karl Schmidhofer: "Es sollen noch mehr werden."

von Jakob Traby und Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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