Mit einer schauderhaften Maske versehen, mit dem Hackbeil in der Hand und aufrüttelnden Sprüchen hatten die Tierschützer vor den Schlachthöfen Position bezogen. "Die Reaktionen waren unterschiedlich: Einige Betreiber wurden aggressiv, andere haben sich nicht blicken lassen", sagt Niki Kulmer von der steirischen Tier-WeGe. "Dafür haben wir viel Unterstützung und Begeisterung von Passanten bekommen."
"Furchtbares Quietschen" und "Totenstille"
Die Schwerpunktaktion sollte Konsumenten wieder "bewusst machen, was für ihren Genuss mit den Tieren passiert. Das fängt bei der Haltung in Massen an - bei der Fütterung. Jeder redet von Dioxin in Deutschland, aber was ist eigentlich in tschechischem oder polnischem Futter exakt drin? Das geht mit oft grauenvollen Transporten weiter - und hört mit dem Tod im Schlachthof auf. Dort stinkt es vielfach bestialisch, und du hörst nur das Schreien der Tiere. Das furchtbare Quietschen der Schweine. Und dann Totenstille", schildert Kulmer seine eigenen Eindrücke.
Slowenien als "Auffangbecken"
Auch über Transporte weiß der Tierschutzer Trauriges zu erzählen: Jüngst entdeckte er Kälber "mit knallroten Augen, Schnupfen, total am Ende - das sind kleine Tierbabys, die im zugigen Lkw Tausende Kilometer transportiert werden." Dahingehend will die Tier-WeGe nun auch in Slowenien vermehrt mobil machen: "Unternehmer, die bei uns durch illegale Transporte aufgefallen sind, weichen jetzt dorthin aus. Dagegen kämpfen wir."
von Christa Blümel, "Steirerkrone"
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