Seit mittlerweile 39 Jahren werkt der Herr Hubert in der Grazer Burg. Am Freitag, beim großen Medienempfang der Landesregierung, hatte er seinen letzten Auftritt.
Zöllner wollt' er werden, Installateur hat er gelernt - 1972 hat's den Weststeirer dann in Richtung Graz verschlagen - als, wenn man so will, Protegé von Josef Krainer I., dem "lärchernen Stipf'l", wie der Landeshauptmann vom Volk getauft war. Zuerst Hausarbeiter, dann mit einem "Zwei-Tage-Schnellsiederkurs" in der Bad Gleichenberger Hotelfachschule. Und seit damals ist er der gute Geist der Landesregierung.
Krainer I. folgten die Landeshauptleute Friedrich Niederl, Josef Krainer II., dann Waltraud Klasnic, und jetzt werkt er halt für Hermann Schützenhöfer. Der Herr Hubert ist zu einem Original gereift. Und zu einer Legende geworden. Auf Du und Du mit den Großen dieser Welt, die Gäste der Steiermark waren.
Würstel für Arnie Schwarzenegger, Wasser für den Dalai Lama, Schilcher für Präsident Michail Gorbatschow oder eine ganz süße Kürbiskerntorte für den nicht ganz schlanken deutschen Kanzler Helmut Kohl. Kurzum: Kein Empfang ohne den Herrn Schadenbauer.
Und, war's ein schönes Leben? "Erfüllt, und spannend, und glücklich", sinniert der Herr Hubert. Mit einer kleinen Träne im Augenwinkel. Leicht fällt der Abschied nicht, aber jetzt hat er dann mehr Zeit. Für seine Passion Schwammerlsuchen oder für das eine oder andere Bier in seiner geliebten "Gamlitzer"...
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