Stadt kontert Kritik

Bauboom in Graz: KPÖ will „Flächenfraß“ stoppen

Steiermark
01.05.2021 07:30

Der Bauboom in der Murmetropole wird von vielen Menschen kritisch gesehen. Im letzten Jahr seien so viele Flächen verbaut worden wie nie zuvor, sagt die KPÖ. Stimmt nicht, sagt der Grazer Stadtplanungschef Bernhard Inninger: Trotz des Wachstums der Stadt, sei der Grün-Anteil de facto gleich geblieben.

Seit 2012 seien 121 Hektar in Graz versiegelt worden, so die KPÖ, 53,6 allein allein im letzten Jahr - eine Fläche so groß wie die Reininghausgründe. Am größten sei der Zuwachs in Graz-Jakomini gewesen, justament in einem Bezirk, der ohnehin sehr dicht verbaut ist: Dort seien 2020 fast 16 Hektar zubetoniert worden.

Zitat Icon

Angesichts dieser alarmierenden Zahlen ist es höchste Zeit, dass Maßnahmen gegen den Flächenfraß getroffen werden.

Stadträtin Elke Kahr (KPÖ)

Die KPÖ bezieht sich auf Daten des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen. „Was wirklich versiegelt ist, lässt sich daraus nicht ableiten“, sagt Inninger. Aus diesem Grund würden in Graz seit 2015 alle zwei Jahre Befliegungen durchgeführt.

Versiegelungsgrad konstant
Eine Auswertung der Luftbilder von 2015 und 2019 habe ergeben, dass der Versiegelungsgrad der steirischen Landeshauptstadt konstant geblieben sei.

Es werde nämlich auch viel entsiegelt, betont Inninger. Ein Beispiel: die Green City, eine Siedlung, die auf einer ehemaligen Gewerbefläche in Straßgang errichtet wurde. „Früher waren dort 98 Prozent versiegelt, heute sind es 40.“

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark



Kostenlose Spiele