Bauern in Sorge

Deutscher Dioxin-Skandal regt Landsleute auf

Steiermark
08.01.2011 10:23
Kürzen ja - aber mit Bedacht und nicht gleich mit dem Rasenmäher: Das ist die zentrale Neujahrsbotschaft von steirischer Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer, die am Freitag ihre Ziele für 2011 abgesteckt haben. Sorge bereitet den Bauern etwa aktuell der deutsche Dioxin-Skandal.

In Deutschland sind wegen des Dioxinskandals - verseuchte Industriefette waren zu Tierfutter verarbeitet worden - bereits 4.700 Agrar-Betriebe geschlossen worden. Obwohl in Österreich keine Gefahr besteht, steigt auch bei steirischen Konsumenten die Verunsicherung.

Gerhard Wlodkowski, Landwirtschaftskammer-Präsident: "Bei uns zählt die Qualität, nicht der Profit. Das muss man herausstreichen, wenn anderswo jeder Ramsch ins Essen gemischt wird!" Umso wichtiger seien deshalb Investitionen in den ländlichen Raum und in Umwelttechnologien - Sparen am falschen Fleck sei kontraproduktiv, sagt der Ober-Agrarier.

Das unterschreibt auch Wirtschaftskammer-Präsident Ulfried Hainzl, der sich zur Sanierung der öffentlichen Haushalte bekennt und einräumt, dass alle ihren Beitrag leisten müssten. Echte Strukturreformen seien bislang allerdings nur halbherzig angegangen worden. Eine ordentliche Kopfwäsche setzt es in diesem Zusammenhang für die Bundesregierung: "Die ist uns bis jetzt so gut wie alles schuldig geblieben!"

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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