Gewalt unter Häftlingen – „ja, das ist auch die von mir erlebte Realität im Strafvollzug“, gibt der Anstaltsleiter der Grazer Karlau zu. Aber: „Man darf nicht vergessen, dass die 500 Insassen hauptsächlich wegen Gewalt-, Drogen- und Sexualdelikten in Haft sind. Da ist es unmöglich, eine schnelle Änderung des Verhaltens herbeizuführen“, sagt Mock. Noch weiter verschärft werde die Situation durch die beengte Haftraumsituation: „Überbelegung führt zu noch mehr Stress, und das unter Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, Religionen, politischen und sozialen Ausrichtungen. Deswegen sind wir froh, dass die Sanierung bald losgeht.“
Die Zukunft liegt für Mock in der Einzelbelegung und einem modernen Strafvollzug in heller Umgebung. „Meine Mitarbeiter leisten zudem Großartiges. Übergriffe auf Häftlinge sind mir nur vereinzelt bekannt und da ziehen wir natürlich die Konsequenzen.“
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